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Künstlerische Glanzleistung der USAFE-Band und der grossherzoglichen Militärmusik in Munsbach

Das Gemeinschaftskonzert, das die Brass-Band der United States Air Forces in Europe zusammen mit dem Blechbläserensemble der großherzoglichen Militärmusikkapelle am Donnerstag in Munsbach aufführte, war ein wahrer Publikumserfolg.

Einen kulturellen Hochgenuss erlebten im voll besetzten Auditorium des Campus “An der Dällt“ in Munsbach die Besucher eines aussergewöhnlichen Konzertes mit Auftritten des Bläserensembles der großherzoglichen Militärmusik und der Brass-Band der USAFE. Angeboten wurde das Konzert von der Schüttringer Gemeindeverwaltung, während die Kulturkommission für den organisatorischen Teil verantwortlich zeichnete.

Die Brass-Band der US-Luftwaffe, unter der Leitung von Lt Colonel R. Michael Mench, ist Bestandteil eines grossen Harmonieorchesters, das in Ramstein in Deutschland Fuss gefasst hat, präsentierte ein breitgefächertes Repertoire von traditionellen klassischen Transkriptionen, zeitgenössischen Bearbeitungen und bekannten amerikanischen „Favorites“.

Eingeleitet wurde das Konzert durch die 38 beteiligten Musiker beider Formationen mit den Nationalhymnen, wobei die jeweiligen Dirigenten den Stab führten.

Bürgermeister Nicolas Welsch hiess anschliessend die Musiker Willkommen und bedankte sich für die einmalige Gelegenheit dieses völkerverbindende Musik-Event in der Gemeinde Schüttringen empfangen zu können. Er begrüsste ebenfalls den 1. Schöffen der Gemeinde Schüttringen , Jean-Paul Jost, den Schüttringer Kulturschöffen Jean-Pierre Kauffmann sowie den Präsidenten der Kulturkommission, Mario Vandivinit. Der Dank des Bürgermeisters galt auch den Mitgliedern der Kulturkommission und dem Gemeindepersonal für die exemplarische Vorbereitung dieses Konzertes, das der Gemeinde Schüttringen kurzfristig angeboten worden war.

Den Anfang des ersten Programmteils bestritten beide Ensembles in Galauniform gemeinsam unter der Leitung von Lt Colonel R. Michael Mench mit der majestätischen „Fanfare“ von Hugo Montenegro. Sodann verabschiedeten sich erst mal die grossherzoglichen Militärmusiker und überliessen die Bühne den US-Musikern, die mit einem anspruchsvollen und unterhaltsamen Repertoire ohne Dirigenten die Zuhörer aufhorchen liessen.

“Rings of Fire” aus ”A Little Russian Circus” von Anthony DiLorenzo sowie der wohl bekannteste Marsch von John Philip Sousa , “Stars and Stripes Forever” wurden meisterhaft von der13köpfigen US-Formation – ohne Dirigenten - dargeboten. Mit ihrer frischen Stimme und ihrem ausdruckstarken Auftreten sorgte die Sängerin Carmen Emborski in den darauffolgenden Highlights wie „Mambo Italiano” von Bob Merrill , „Over the Rainbow “ von Harold Arlan und „Errand Girl for Rhythm“ von Nat King Cole, drei Bearbeitungen von Jeremy Hegg, für beste Unterhaltung.

Sehr gefühlvoll erklang sodann die bekannte “Arie” aus der Orchester-Suite no. 3 von Johann Sebastian Bach, in einer Bearbeitung von Michael Allen, dem ebenfalls das darauffolgende Werk “Cakewalk” aus der „Suite of Old American Dances“ von Robert Russel. Mit „Intermezzo” aus “The Marriago of Luis Alanso” von Jeronimo Giminez , bearbeitet von Eric Crees, klang Teil 1 aus.

Nach der Pause begeisterten die 25 Blechbläser der großherzoglichen Militärmusik unter der Leitung von Capitaine Jean-Claude Braun das Publikum mit der „Academic Festival Fanfare“ von Peter Graham sowie der bravourös interpretierten „Toccata und Fuge“ in D moll von J.S. Bach ( Arr. Eric Crees ) und wurden ihrem Ruf als eines der renommiertesten Blasorchester Europas vollauf gerecht. Schwungvoll ging es weiter mit „Live and Let Die” von Linda und Paul McCartney ( Arr. Ray Farr ), “Gran Fanfaria” von Giancarlo Castro und nicht zuletzt „I got Rhythm” von Georges Gershwin ( Arr. Roger Harvey ).

Als künstlerische Glanzleistung kann die von Capitaine Jean-Claude Braun arrangierte Ouvertüre zu „Russlan and Ludmilla” von Mikhail Glinka bewertet werden. Respighi’s “Pini di Roma” mit dem Auszug “Pini di Via Appia”, interpretiert von den beiden vereinten Musikformationen unter der Leitung von Lt Colonel R. Michael Mench, bildeten den eigentlich vorgesehenen Abschluss der hervorragenden Darbietung.

Mit „standing Ovations“ bedankte sich das Publikum bei den beiden Formationen, die sich nach unendlich anhaltendem Beifall ihrerseits bedankten mit „Hora Staccato” des britischen Brass-Band-Komponisten Goff Richards sowie Sousa’s „Semper Fidelis“-Marsch.