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80 Jahre jung und kein bisschen alt

Im Mai dieses Jahres feierte Thérèse Milmeister-Bernotte ihren 80. Geburtstag. Jahr und Monat stimmen, nur das genaue Datum ist bis heute umstritten. „Schmëtten Thérèse“, wie das „Téintener Meedchen“ von den Alteingesessenen genannt wird, findet das eher lustig und erzählt voller Schwung aus ihrem Leben, das in Tüntingen im Haus genannt „A Schmëtten“ als viertes von sieben Kindern wahrscheinlich an einem 10. Mai begann, in den kommunalen Register aber ist die Geburt für den 12. Mai notiert. Das erklärt sie mit verschwitztem Lachen, dass ihr Vater im Heumonat wenig Zeit hatte, erst am 14. Mai auf dem Anmeldeamt vorstellig wurde und dann von „vorgestern“ sprach. Ihre beiden Tanten aber, bei denen sie als Kind aufwuchs, nannten ihr stets das andere Datum.

Anlässlich einer sympathischen Geburtstagfeier im Kreise der Familie freute sich die lebenslustige Jubilarin über den Besuch von Bürgermeister Paul Mangen, der zusammen mit seinen Schöffen Christiane Eicher-Karier, Jean-Claude Mathekowitch und Patrick Ludwig die Glückwünsche der Fusionsgemeinde Helperknapp überbrachte. Humorvoll erzählt die dreifache Familienmutter aus ihrer Kindheit, ihrer Knieverletzung und ihrer Jugend in dem Haus ihrer Tanten, in dem sie heute noch wohnt. Und so kam es, dass sie zwar den Kontakt zu ihren Eltern auf dem Bauernhof pflegte, aber nie eine Kuh streichen lernte und auch keinen Bauern heiraten wollte. Deshalb habe sie den „Veiner“ Lehrer Jean Milmeister, den sie auf einer Reise kennenlernte, flugs nach „Téinten“ entführt. In zwei Jahren feiert das Paar seine Goldene Hochzeit. Reden und lachen halte fit, betont die Jubilarin bei einem Glas Crémant und das gedenkt sie in den nächsten zwanzig Jahren nicht zu vergessen, auch wenn sie sich damit abfinden müsse, mit hundert zu dem älteren Teil der Gesellschaft zu zählen.