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Die Idee entstand während der Restaurierung der Orgel

Am Freitag, dem 4. Februar, wird im Festsaal von Trintingen eine besondere Feier abgehalten. Das Buch „An engem klenge Wisegronn ... “ wird der Öffentlichkeit und somit allen Interessenten vorgestellt.

Flankiert wird die Präsentation von einer Ausstellung, bei der 35 Collagen mit Schwarz-Weiß-Bildern aus den Ortschaften Ersingen, Trintingen und Roedt im Mittelpunkt stehen werden. Unter anderem sind fotografisch das Vereinsleben, der Zweite Weltkrieg, die Feuerwehr, das Schulwesen und besondere Ereignisse wie der Aufbau der Gemeinschaftsantenne festgehalten worden. Ergänzt werden die historischen Aufnahmen von verschiedenen Dokumenten, darunter Zeugnisse und Zeitungsberichte. Diese Collagen mit dem Material aus dem kommunalen Kulturarchiv werden nur am Freitagabend ausgestellt, können aber bei Bedarf für bestimmte Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden.

Im Mittelpunkt an diesem Abend steht aber das Buch „An engem klenge Wisegronn ...“, das von Steve Hopp im Auftrag der Vereinigung „Trëntenger Uergelfrënn“ zusammengestellt worden ist. Hopp, der auch als freier Mitarbeiter beim „Luxemburger Wort“ tätig ist, ist der Hauptverantwortliche des Projekts. Redaktionelle Unterstützung erhielt er von Patrick Colombo, François Ménissier, Alex Wagener, Gerd Mayer, Stephan Mayer, Alain Atten, Armand Becker, Christine Klein und Alphonse Sprunck.

Die Idee entstand vor einigen Jahren während der Restaurierung der Orgel in der Trintinger Kirche. Die historische Dalstein & Haepfer-Orgel wurde als nationales Monument klassiert. Ein Buch über Trintingen sowie die weiteren Ortschaften aus dem „Trëntenger Dall“, Ersingen und Roedt, wurde zuletzt 1954 („Hundert Jahre Pfarrei und Pfarrkirche Trintingen“) und davor 1939 („Erntedankfest Trintingen“) veröffentlicht. Lokalhistoriker greifen für Recherchen oft auf diese Quellen zurück. Allerdings werden diese nicht mehr gedruckt und gelten als Rarität.

Das neue Werk, das eine Auflage von 350 Exemplaren hat, befasst sich mit der Orgel in Trintingen, mit der Klauskapelle auf dem „Stiefesbierg“ als weiteres nationales Monument in der Gemeinde sowie mit der Architektur und Häusern im Trintinger Tal. Ergänzt werden die Hauptkapitel von einem Beitrag von Armand Becker über Luxemburg zwischen 1850 und 1900, also in der Zeit, als die Kirche von Trintingen gebaut wurde. Darüber hinaus bereichert eine Biografie des Organisten und Komponisten René Schmit (in der Gemeinde bekannt als Fischer Ren.) das 172 Seiten starke und mit 300 Fotos illustrierte Buch.

Steve Hopp übernahm die Verantwortung für den Inhalt des Buches, schrieb Texte und machte die meisten der aktuellen Fotos. Er bekam aber viel Unterstützung von Vereinsmitgliedern und Einwohnern aus den drei Dörfern. „Viele, die mitgeholfen haben, könenn sich im Buch wiederfinden“, sagt Hopp. Vor allem im Kapitel über die Häuser und deren Namen bekam er tatkräftige Unterstützung. Hopp wird sich auch am kommenden Freitag noch einmal bei allen bedanken, die einen Beitrag geleistet haben. Schließlich sei es ja wichtig, dass das Wissen über die drei Dörfer unter die Menschen gebracht werde.
(Text:jvdh, Foto: MW)