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Syra - die Schöne aus dem Syrtal

Mehrfach prämiert, leicht duftend, kompakt und buschig im Wuchs, halbgefüllte intensiv rosa Blüten mit gelben Stempeln in der Mitte, ein Bienenschmaus und überaus resistent gegen Krankheiten – so präsentiert sich die jüngste Tochter aus dem Syrtal. In einer feierlichen Zeremonie mit zahlreichen Ehrengästen wurde am Freitag die Rose Syra getauft, dem Anlass angemessen mit Wasser der Syre.
Die Geschichte der neuen Rosensorte Syra ist schnell erzählt: einer der weltweit größten Rosenzüchter mit Sitz in Uetersen (D), züchtet jedes Jahr rund 200.000 neue Sämlinge, aus denen dann sechs bis acht vielversprechende Kreuzungen ausgesucht und für vier weitere Jahre gehegt , gepflegt und beobachtet werden. 2008 ist ein solcher Sämling mit der Nr. RT9404 in der engeren Auswahl gelandet – nach vier Jahren auf dem Feld hat er sich zu einer wunderbaren Rose entwickelt. Den Weg nach Luxemburg hat Nr. RT9404 über den Verein der Letzebuerger Rosenfrënn mit Sitz in Schuttrange gefunden. Jetzt galt es einen Namen für das Kind zu finden. Was liegt da näher als die Syre als Namensgeber. Wie Mireille Steil, Präsidentin der Rosenfrënn betont, war es ein besonderes Anliegen, diese wunderschöne Beetrose raus aus den Privatgärten zu holen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Idee der Rose als Wahrzeichen der SIAS Gemeinden war geboren und wurde begeistert aufgenommen: aus RT9404 wird Syra – das Symbol der SIAS Gemeinden entlang der Syre.
Als Taufpaten standen neben Nicolas Welsch als Präsident der SIAS die Bürgermeister der vier SIAS Gemeinden bereit. Für Nicolas Welsch ist diese Rose ein weiteres Aushängeschild um den Schutz der Natur mit der Schönheit und der Liebe zur Natur zu verbinden.
Als Ehrengast betonte Landwirtschaftsminister Fernand Etgen die historische Bedeutung der Rosenzucht in Luxemburg. Vor rund 100 Jahren wurden auf mehr als 100 Ha über 350 Rosensorten in Luxemburg gezüchtet und in die ganze Welt exportiert. Von daher hat die Rose einen besonderen Platz in der Geschichte Luxemburgs. Auch die besonderen Qualitäten der Syra als Bienenfutter und die natürliche Resistenz gegen Pilze und Krankheiten passt gut ins Konzept des Landwirtschaftsministeriums.
Einziger Wermutstropfen: lieferbar ist die Syra erst im Herbst 2016, da noch nicht ausreichend Ableger vorhanden sind. Bis dahin haben die Gemeindeverantwortlichen ausreichend Zeit, die passenden Standorte für die Syra zu finden.
Für die musikalische Untermalung der Tauffeier sorgte die Gesangsklasse der Musikschule Niederanven unter der Leitung von Danielle Kohll mit einem eigens für die Syra komponierten Lied: „Syrdall Rous, o wie schéngst Du, Syrdall Rous, o wi bléihst Du, Syrdall Rous, o wi mëchs Du D’Mensche frou“.