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Schweizer Polizei verhörte Häftling in Schrassig

Ein verurteilter Mörder, der zurzeit im Schrassiger Gefängnis 25 Jahre Haft ohne Strafaufschub verbüßt, wurde dieser Tage von der Schweizer Polizei im Beisein von Beamten der Luxemburger Kriminalpolizei verhört. Dies bestätigte gestern Justizpressesprecher Henri Eippers gegenüber dem „Luxemburger Wort“.

Im Rahmen ihrer Ermittlungen zur Aufklärung eines Mordfalls aus dem Jahr 1999 in Genf (CH) hatte die Spur ins Großherzogtum geführt. Der Mann steht im Verdacht, bereits 1999 in Genf eine Person getötet zu haben.

Ob der Mann an die Schweiz ausgeliefert wird, ist momentan noch unklar, denn dafür müssten die Schweizer Behörden zuerst einen diesbezüglichen Antrag stellen. Dies sei zurzeit noch nicht erfolgt, so Henri Eippers. Laut dem Justizsprecher werde der Mann wahrscheinlich jedoch vorher seine 25-jährige Haftstrafe in Schrassig absitzen müssen. „Und erst dann könnte er an die Schweizer Behörden ausgeliefert werden“, meint Henri Eippers.

Der in Schrassig inhaftierte Mann war im Februar 2007 wegen Totschlags zu 25 Jahren Haft ohne Strafaufschub verurteilt worden, nachdem er am 19. Februar 2006 in einer Wohnung in der hauptstädtischen Avenue de la Gare eine Person getötet hatte.

Das Urteil war auch in zweiter Instanz vom Berufungsgericht bestätigt worden.(asc)