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„Méi schéi wéi d'Copacabana“

„Schlënnermaanischt ass méi schéi wéi d'Copacabana“, singt Fausti in einem seiner bekannten Hits. Dass darin etwas Wahres steckt, stellten u.a. auch einige hochgestellte Persönlichkeiten mit an ihrer Spitze Minister Marco Schank und den Nordabgeordneten Ali Kaes, Jean-Paul Schaaf, Claude Haagen und André Bauler am vergangenen Freitagnachmittag fest, als sie das rundum erneuerte Dorf bzw. die Gegend um die 150-Einwohner-Siedlung in Augenschein nahmen.

Sie waren nämlich gekommen, um die Einweihung einerseits des rundum erneuerten Dorfes sowie andererseits der N27 durch Lipperscheid und des CR 308 zwischen Bourscheid und Bourscheid-Mühle, die in den vergangenen Jahren ebenfalls von Grund auf erneuert wurden, vorzunehmen. Nach dem Durchschneiden des Trikolorebändchens und einem Rundgang durch das in neuem Glanz erstrahlende Dorf begaben sich die Ehrengäste auf eine Rundfahrt durch Lipperscheid und Bourscheid, während derer sie sich ebenfalls ein Bild von den dort realisierten Straßenbauarbeiten machen konnten. Zurück in Schlindermanderscheid ergriff Bürgermeisterin Annie Nickels-Theis im Kulturzentrum das Wort. Ein großes Dankeschön für ihr Verständnis, ihr Entgegenkommen und ihre Flexibilität richtete sie dabei an die Bürger der verschiedenen Ortschaften, aber auch an die Campingverwalter und Hotelbetriebe, die während Jahren sehr viele Unannehmlichkeiten und Strapazen durch die Bauarbeiten hätten ertragen müssen. Ihr Entgegenkommen habe dazu geführt, dass die Baustelle gut organisiert werden konnte.

Und nicht genug damit, viele Einwohner hätten auch noch viel Geld investiert und von den Bauarbeiten profitiert, um die eigene Einfahrt zum Haus gleich mit zu renovieren. Dadurch hätten sie auch einen großen Beitrag zur Verschönerung der Ortschaft beigetragen.

„Die Investitionen haben sich aber gelohnt, und Schlindermanderscheid präsentiert sich nun von seiner schönsten Seite. Wir sind sehr stolz auf unsere Perle hier oben im Ösling“, so die Bürgermeisterin, die des Weiteren betonte, dass in den vergangenen vier Jahren allein von der Gemeinde 3,145 Mio. Euro investiert worden seien. Nicht weniger als 21 Kilometer Straße seien erneuert worden, was ein großes Stück Lebensqualität mehr sei.

Arbeiten nahmen drei Jahre in Anspruch

Im Herbst 2007 hatten die umfangreichen Straßenbauarbeiten in Schlindermanderscheid begonnen, im Dezember 2010 konnten sie abgeschlossen werden. Die Hauptstraße und die Nebenstraßen wurden komplett erneuert und verbreitert. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden das noch aus der Vorkriegszeit stammende Kanal- und Wasserleitungsnetz instand gesetzt, während Cegedel, Post und Gemeinschaftsantenne neue Strom-, Telefon- und Antennekabel verlegten. Darüber hinaus wurden im ganzen Dorf neue Stillampen errichtet und für die Sicherheit der Fußgänger Bürgersteige angelegt.

Die Investitionskosten beliefen sich auf insgesamt 4 250 000 Euro. Davon gingen 2 450 000 zulasten der Gemeinde. Die Kosten für die Erneuerung der N27 in Lipperscheid (1,7 km) belaufen sich auf 2 625 000 Euro (Gemeinde: 325 000 Euro), während die Erneuerung des CR 308 zwischen Bourscheid und Bourscheider Mühle (3,6 km) mit insgesamt 2 235 000 Euro (Gemeinde: 35 000 Euro) zu Buche schlug.

Als Dankeschön an die Einwohner hatte die Gemeinde am Freitag auch noch ein kleines Fest organisiert, das – wie könnte es anders sein – von Fausti animiert wurde. Welches Lied dabei wohl am liebsten gehört wurde, wird wohl jeder erahnen können...(NiM)