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Vandalismus am Kirchengebäude von Scheidgen.

Kirchenfenster beschossen und beschädigt, Steine wurden in den Chorraum der Kirche geworfen.

In der kleinen Ortschaft Scheidgen, ein ruhiger, verträumter Ort in der Gemeinde Consdorf, in welcher es sehr selten Aufregendes zu berichten gibt, ereignete sich am letzten Wochenende etwas Außergewöhnliches, nämlich ein bedauerlicher Vandalenakt. Die Einwohner sind erschüttert und erbost, finden die Tat verwerflich.

Vereinsaktivitäten gibt es so gut wie keine in dieser Ortschaft, der Musikverein hat seine Aktivitäten eingestellt, nur am Burgsonntag und zur Ortskirmes ziehen die ehemaligen Musikanten mit den Melodien des „Hämmelsmarsch“ und der „Heemelmaus“ durchs Dorf, um ihre Vereinskasse aufzubessern, die Feuerwehrmänner haben ihre Aktivitäten auf Gemeindeebene mit der Feuerwehr Consdorf zusammengelegt. Als einziger aktiver Verein ist der Gesangverein der Ortschaft erhalten geblieben. Erst am vergangenen 21. Februar haben ihre Mitglieder das Patronatsfest der Kirche, den Namenstag des Hlg Matthias, Schutzpatron der Kirche, feierlich gestaltet. Über dem Kircheneingang trohnt eine Statue des Hlg. Matthias, er blickt auf die wenigen Kirchengänger herab, welche nur noch an einigen Tagen im Jahr die Kirche betreten, in welcher dann die Heilige Messe zelebriert wird.

In den Jahren 1880 bis 1890 wurde die Kirche von Scheidgen von den Gebrüdern Bauler aus Consdorf auf Initiative des aus Scheidgen gebürtigen Priesters Mathias Reuter (* 21.12.1844 - † 19.8.1924) erbaut. In Scheidgen bildet die Kirche noch heute den Mittelpunkt des Dorfes, nahe dem Friedhof und dem Festsaal gelegen.

Im Jahre 2015, dem 125.ten Jahr ihrer Erbauung ereignete sich dieser hässliche Vandalenakt. Auf der linken Seite der Kirche, wurden die Kirchenfenster mit einem Luftgewehr beschossen und beschädigt. Der Schaden vergrößerte sich als größere Steine das Chorfenster trafen und den Chorraum der Kirche verunreinigten. Hier entstand wohl kein größerer Schaden, die Verunreinigungen sind jedoch erheblich. Bei näherer Beobachtung der ausgeführten Schüsse ist anzunehmen dass die Schüsse vom gegenüberliegenden Hügel ausgeführt wurden, da alle Einschüsse in die Kirchenfenster in der selben Höhe erfolgten. Der Schaden ist gross, die Reparatur der Kirchenfenster wird schwierig und teuer werden. Die Gemeindeinstanzen haben Klage gegen „Unbekannt“ bei der Polizei eingereicht.

Gleichwohl ob die Tat von Lausbuben oder Erwachsenen ausgeführt wurde, sie ist äußerst verwerflich und darf unter keinen Umständen geduldet werden. Die Beschädigung von Kulturgut muss verfolgt werden, so ist es auch wünschenswert dass diese Tat aufgeklärt wird um weitere Vandalenakte in der Ortschaft zu unterbinden.

Erst kürzlich konnte die Sprengung eines Abfalleimers an der Bushaltestelle „Biweschland“ mit Hilfe von Beobachtungen, welche Einwohner der Dorfstraße gemacht hatten, aufgeklärt werden.

Informationen seitens der Gemeindeverwaltung über den Stand der Ermittlungen wären angebracht und begrüßenswert. (FSa)

Fotos: Tanja Konsbrück/Fred Schaaf