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Schifflingen setzt Berchem unter Druck

Am Ende siegte Berchem mit 27:23. Doch eine solche Schwergeburt hatte sich der Landesmeister nicht vorgestellt. Die Ausgangslage war eigentlich klar:

Auf der einen Seite ein Team aus Schifflingen, das bisher nur eindeutige Niederlagen kassieren musste und für das das Ziel Klassenerhalt heißt; auf der anderen Seite Berchem, das bisher nur gegen Bascharage verloren hatte. Umso erstaunter rieben sich die Zuschauer die Augen, als es zur Pause 12:9 für den Außenseiter aus Schifflingen stand. Und dies völlig verdient. Die Schifflinger hielten den Ball lange in den eigenen Reihen, reduzierten die technischen Fehler auf ein Minimum und zeigten sich sehr konzentriert beim Torabschluss.

Schifflingen - Berchem 23:27 (12:9)

SCHIFFLINGEN: Bandeira und Jungers (bei einem Siebenmeter und ab 50.' im Tor), Dobojak (7/2), Cruchten (1), Bingen (3), Mendes (1), Schroeder (2), Linster (2), M. Fischbach (7/1)

BERCHEM: M. Majerus und Moreira (bei einem Siebenmeter) im Tor, Schleich (2), Sarac (9/4), T. Majerus, Müller, Stein, Scholten (6), Guillaume (2), Pascutoi (2), Offermann, Faber (4), Gerber (2)

Zeitstrafen: Mendes (3), Dobojak (Schifflingen), Guillaume, Schleich, Offerman (Berchem)

Rote Karte: Mendes (43.', Schifflingen, dritte Zeitstrafe)

Siebenmeter: Schifflingen 3/5, Berchem 4/4

Besondere Vorkommnisse: Schifflingen ohne C. Fischbach, Ouchène, Nguyen. Bei Berchem fehlte der verletzte Malano. Schleich erhielt auf der Ersatzbank wegen Reklamierens eine Zeitstrafe.

Zwischenstände: 5.' 1:1, 10.' 4:4, 15.' 6:7, 20.' 7:8, 25.' 9:8, 35.' 13:12, 40.' 15:14, 45.' 16:18, 50.' 18:21, 55.' 20:25

Schiedsrichter: Janics, Keves

Zuschauer: 48 zahlende
Zwischen den beiden EP-Spielen hatte Berchem den Gegner zweifellos unterschätzt. Spätestens als Sarac in der 12. und 13.' seine Farben zweimal mit zwei Toren in Führung brachte, schien die Begegnung den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch immer mehr schlich sich beim Landesmeister der Schlendrian ein und die Verunsicherung machte sich breit. Das Kollektivspiel wurde völlig vernachlässigt und Schifflingen roch Lunte. Allerdings war zu befürchten, dass der Gastgeber diesen Kraftakt nicht bis zum Spielende würde durchhalten können. Dies sollte sich bewahrheiten. In der 43.' hatte Berchem die Wende geschafft, Guillaume stellte auf 17:15 und gleichzeitig erhielt auf der Gegenseite Mendes die Rote Karte. Nun war Berchem am Zug und konnte in der Schlussphase einen doch noch unangefochtenen Erfolg verbuchen. (jps)