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Luxemburg im Maisfeld

Familie Zinnen hat das Großherzogtum samt Großregion als botanischer Irrgarten für Groß und Klein angelegt

Nein, das seit dem 17. Juli geöffnete Pflanzen-Labyrinth der Familie Zinnen, gelegen am Ortsausgang von Savelborn in Richtung Ermsdorf, ist wahrhaftig kein Labyrinth wie jedes andere. Auf einem 2,5 Hektar großen Areal hat Johanna Zinnen mit viel Liebe zum Detail das Luxemburger Land nämlich „en miniature“ als botanischer Irrgarten angepflanzt, dies sogar samt der angrenzenden Großregion.



Während Luxemburg dabei zum größten Teil aus Mais besteht, findet man im angrenzenden Deutschland Sonnenblumen, in Belgien Senf und in Frankreich Hafer und Sonnenblumen. Die Wege laden zum Entdecken, aber auch zum Entspannen ein. Der Besucher soll sich inspirieren und seiner Fantasie freien Lauf lassen können.

Aufgewertet wird das naturnahe Kunstwerk aber nicht nur durch die zahlreichen Blumen und Pflanzen oder Obst, Gemüse und Dekorationsartikel, sondern auch durch die aus Stroh und Leinen gefertigten Objekte, die die Sehenswürdigkeiten der verschiedenen Regionen des Landes darstellen, so etwa das Schloss von Vianden, den Esel aus Diekirch, das nationale Unabhängigkeitsdenkmal in Mersch, ein riesiger Bierkrug in Wiltz und viele andere mehr. Die Mosel mit ihren Weintrauben sowie die Stadt Luxemburg und das „Minette“-Becken dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Durch das Savelborner Pflanzen-Labyrinth, das erste dieser Art in Luxemburg, können Kinder übrigens auch ohne ständige Aufsicht umherirren. Verlaufen kann man sich nämlich nicht, es führt immer wieder ein Weg nach draußen. Dass dabei für den Spaß bestens gesorgt ist, wurde vor kurzem noch anlässlich einer geführten Wanderung deutlich, bei der die Kinder auf Ponys durch das Labyrinth wandeln konnten. Im kommenden Jahr will die Familie Zinnen ihr Labyrinth denn auch ausbauen, um ihr Angebot noch gezielter auf Kinder und Schulklassen hin auszurichten.

Trotz ungünstiger Witterung – ein Teil der Pflanzen hat leider schon darunter gelitten – ist das Labyrinth noch bis zum 5. September geöffnet. Anmeldungen für eine Besichtigung nimmt Johanna Zinnen unter der Telefonnummer 621 188 329 gern entgegen.(VON ARMAND WAGNER)