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Gemeinde weihte drei attraktive Sozialwohnungen in gänzlich neugestaltetem Pfarrhaus in Roodt ein

Wie haucht man einem traditionsreichen, aber im Verfall befindlichen Haus im Dorfkern auf sinnvolle Weise neues Leben ein? Eine eindrucksvolle Antwort auf diese Frage lieferte am Freitagnachmittag die Gemeinde Ell, die in Roodt im Beisein zahlreicher Ehrengäste im gänzlich renovierten Pfarrhaus des Ortes gleich drei attraktive soziale Mietwohnungen einweihen durfte. Die Schaffung eines wahren Schmuckstücks, mit dem die Gemeinde zugleich ihrer sozialen Verantwortung gerecht wird.

Bürgermeister Jos Thill zeigte sich denn auch zurecht stolz auf das gelungene Werk. Sei das 1854 erbaute Pfarrhaus in den vergangenen Jahren zusehends zum Schandfleck geworden, so erstrahle es nun wie ein Juwel in neuem Glanz, um mit gleich drei sozialen Mietwohnungen den Aufgaben der Gemeinde Ell im Bereich des sozialen Wohnungsbaus gerecht zu werden.

Neben der Erneuerung des Dachs sei das Gebäude im Rahmen der umfangreichen Instandsetzungsarbeiten auch umfassend isoliert worden, sodass es nun mit einer Energieeffizienzklasse C auch den Standards einer nachhaltigen Wohnungsbaupolitik entspreche, so Bürgermeister Thill, der anschließend mit Blick auf die Geschichte des Roodter Pfarrhauses noch an die ein oder andere Anekdote aus Kindertagen zu erinnern wusste.

Dankesworte an
Wohnungsbauministerium
Im Namen der Gemeinde richtete Thill dann herzliche Dankesworte an die Mitarbeiter des Wohnungsbauministeriums um Minister Marco Schank. Ohne deren Übernahme von 75 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 950 000 Euro sei ein solches Vorhaben für eine Landgemeinde wie Ell schließlich kaum zu verwirklichen gewesen. Dank gebührte darüber hinaus aber auch Architekt Marc Disteldorff, dem zuständigen Studienbüro Rausch und allen beteiligten Handwerksbetrieben sowie den Gemeindediensten, dem regionalen Sozialbüro und der Kirchenfabrik aus Roodt für jegliche Unterstützung bei der Umsetzung dieses ambitiösen Projekts.

Auch Wohnungsbauminister Marco Schank zeigte sich anschließend erfreut über die hohe Qualität der beiden Wohnungen mit je rund 100 Quadrametern Wohnfläche und des angrenzenden „Studio“ mit etwa 60 Quadratmetern Wohnfläche. Um dem steigenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum gerecht zu werden, sei er als Wohungsbauminister auf die Mithilfe und die Aufgeschlossenheit der Gemeinden angewiesen.

„Ell wird sozialer
Verantwortung gerecht“
Die Gemeinde Ell, die zurzeit noch weitere Vorhaben im Bereich des Wohnungsbaus plane, sei ihrer sozialen Verantwortung dabei bislang gerecht geworden, so Schank, der den Gemeindeverantwortlichen denn auch herzlich für ihren Initiativgeist dankte. Alljährlich verzeichne Luxemburg einen Zuwachs von rund 10 000 Wohnungssuchenden, von denen viele jedoch nur schwer auf dem sog. ersten Wohnungsmarkt fündig werden könnten, so Schank weiter. Im Rahmen des im Mai 2011 vorgestellten Wohnungsbaupakets wolle der Staat die Schaffung subventionierten Wohnraums daher auch in den kommenden Jahren weiterhin intensiv fördern.

Nach dem Durchtrennen des Trikolorebändchens konnten sich die Gäste dann bei einem Rundgang selbst einen Eindruck von der Qualität der neuen Sozialwohnungen im gänzlich neugestalteten Pfarrhaus verschaffen, das den Dorfkern der Ortschaft Roodt nun auch insgesamt neu aufwerten dürfte. (Text / Fotos: John Lamberty)