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Anne Bettendorf feiert ihren 100. Geburtstag im Blindenheim

Ein bewegtes Leben geprägt von harter Arbeit


Rollingen /Mersch: Eine nichtalltägliche Feier fand neulich im Blindenheim in Rollingen statt, wo Anne Bettendorf dort im Jahre 2007 eingezogen ist und ihren 100. Geburtstag auch gebührend feiern durfte. Zu den Gratulanten gehörten neben Familienministerin Corinne Cahen, Bürgermeister Michel Malherbe mit den beiden Schöffen Henri Krier und Michel Reiland und Rätin Christiane Haubrich- Schandeler in Vertretung der Gemeinde Mersch sowie Interimsdirektor Christian Erang mit seinem Personal. Anne Bettendorf erblickte das Licht am 3. Oktober 1920 in Ernzen bei Larochette als älteste Tochter von zwei Kindern der Eheleute Michel Bettendorf und Marguerite Kimmel. Nach dem frühzeitigen Tod des Vaters ist die Mutter mit ihren beiden Kindern dann nach Heffingen umgezogen. Dort machte sie den Haushalt und kümmerte sich um das Haus und den großen Garten. Damit es im Leben reichte, ging die Mutter nach getaner Arbeit noch als Gehilfin in einen landwirtschaftlichen Betrieb. Ebenso spielte ihr jüngerer Bruder eine wichtige Rolle im Leben der Jubilarin, der nach den drei Kriegsjahren aber unversehrt zurückkehren konnte aber schon 1978 verstarb. Sofort nach dem Abschluss der Schule trat Anne Bettendorf in den Dienst bei einer Familie in Luxemburg- Stadt. Dort lernte sie den Haushalt zu führen sowie das Kochen und Nähen. Den Glauben lernte sie schon sehr früh von ihrer Mutter und besuchte schon als Kind stets die Sonntagsmesse. Leider war das Leben der Jubilarin auch von vielen Krankheiten, Schicksalsschlägen und harter Arbeit geprägt. Auch hier spielte die Mutter wieder eine wichtige Rolle. Zum 100. Geburtstag überbrachte Familienministerin Corinne Cahen, Anne Bettendorf die Glückwünsche der großherzoglichen Familie und der Regierung. Neben Blumen und Geschenken zeichnete die Ministerin das Geburtstagskind mit der Ordre de mérite aus. Höhepunkt dieser Feier war das Anschneiden des Geburtstagskuchens den sich alle Anwesenden neben einem Glas Sekt dann auch gut munden ließen. (CR) (FOTO: CHARLES REISER)