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Auf den Spuren der Römer und Gallier

Im Rathaus von Pütscheid fand am 26. November im Beisein zahlreicher Ehrengäste die Eröffnung des Mikromuseums mit archäologischen Fundstücken statt. Von der Steinzeit bis zum frühen Mittelalter stammen die Zeitzeugen, die während 35 Jahren von dem heute pensionierten Lehrer Marcel Scheidweiler gemeinsam mit seinen ehemaligen Schülern rundum die Dörfer der Gemeinde gesammelt wurden.

Bis vor zwölf Jahren verhalfen diese Schätze den Schülern in Weiler zu einem realitätsnahen Geschichtsunterricht. Nach dem Schließen der kleinen Dorfschule kam die archäologische Ausstellung im Jahre 2008 anlässlich der 100-Jahr-Feier des Feuerwehrkorps Weiler zum letzten Mal zur Geltung.

Damit die historischen Fundstücke, die die Vergangenheit der Gemeinde bestens illustrieren, nicht in Vergessenheit geraten, beschlossen die Gemeindeverantwortlichen, die schönsten Exemplare im Eingangsbereich des Rathauses in Pütscheid in einer speziell angefertigten Vitrine auszustellen. Während der regulären Öffnungszeiten des Gemeindesekretariats stehen die Exponate nun dem interessierten Publikum zur Verfügung.

Bürgermeister Jean Kinn bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben und überreichte im Namen der Gemeinde ein Geschenk an Marcel Scheidweiler für seinen unermüdlichen Einsatz und an René Kesseler, der die Idee zum Mikromuseum hatte und fleißig an der Umsetzung des Projektes mitgearbeitet hat.

Ein besonderer Dank seitens des Bürgermeisters ging dann auch an den anwesenden Präsidenten der „Société préhistorique luxembourgeoise“ Fernand Spier, der ihnen bei dem Projekt von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite stand.

Marcel Scheidweiler gab Erläuterungen zu den einzelnen Exponaten und wies darauf hin, dass man in den 1970er-Jahren das Glück hatte, besonders viele archäologische Funde zu machen, da die Landwirte zu besagtem Zeitpunkt angefangen hätten, tiefer zu pflügen.

Auch wäre das Sammeln und Dokumentieren der archäologischen Funde ein einzigartiges Projekt der Weiler Schule gewesen, was zu der Zeit in keiner anderen Schule im Großherzogtum nachgeahmt wurde. (gin)