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Langjährige Verdienste gewürdigt

Die letzte Sitzung des Gemeinderats Préizerdaul in aktueller Zusammensetzung nutzte Bürgermeister Fernand Heyart dieser Tage, um mit Jules Matgen und Michel Massimiliano zwei langjährige und verdiente Ratsmitglieder mit würdigenden Worten aus der Kommunalpolitik zu verabschieden. Insbesondere das Engagement von Jules Matgen, der nunmehr fast 36 Jahre im Gemeinderat tätig war, davon 16 im Schöffenrat, sei in der jüngeren Geschichte des Préizerdaul wohl einzigartig, so Bürgermeister Heyart.

Als Vertreter der Sektion Pratz wurde Jules Matgen 1975 erstmals in den Gemeinderat gewählt, wo er dann 1982 unter dem damals neuen Bürgermeister Emile Calmes sogleich in den Schöffenrat einzog. Lange Jahre Syndikatsvertreter beim Trinkwassersyndikat Dea, verpasste es Rat Jules Matgen denn auch nicht, die Interessen der Gemeinde Préizerdaul nach außen hin stets wirkungsvoll zu vertreten. Neben seinen fachlichen Kompetenzen sei es aber vor allem seine ehrliche und offene Art gewesen, die Jules Matgen über all die Jahre im Gemeinderat ausgezeichnet und ihm Respekt und Anerkennung eingebracht habe, so Heyart.

Michel Massimilano, der dem Gemeinderat insgesamt zwölf Jahre angehört hat, habe seinerseits am Ratstisch vor allem durch seinen Einsatz in sozialen Fragen herausgeragt, weshalb er auch ein hervorragender Vertreter der Gemeinde beim Roten Kreuz war. Auf Michel Massimiliano sei dabei immer Verlass gewesen, so der Bürgermeister, der anschließend darauf aufmerksam machte, dass die scheidenden Räte natürlich auch noch anlässlich der traditionellen Gemeindefeier ehrenvoll verabschiedet würden.

Eingang der Sitzung hatten sich die Räte aber noch mit einer umfangreichen Tagesordnung befasst, wobei auch der Restantenetat angenommen wurde. Demzufolge blieben derzeit noch 59 900 Euro bei säumigen Schuldnern einzutreiben. Für 2 046 Euro allerdings wurde Entlastung erteilt.

Des Weiteren wurden zeitbegrenzte Arbeitsverträge für die „Maison relais“ mit Irène Staus-Melcher aus Everlingen (23 Wochenstunden) und Joëlle Hatto-Lutz aus Bettborn (9,5 Wochenstunden) sowie ein fester Arbeitsvertrag mit der diplomierten Erzieherin Lony Müller aus Pratz (40 Wochenstunden) genehmigt. Brigitte Kalmes-Schuster aus Reimberg erhält zudem einen Arbeitsvertrag als Reinigungskraft im Gemeindehaus für neun Wochenstunden.

Die Räte genehmigten ferner Verträge zwischen der Gemeinde und den Grundstücksbesitzern Elise Agnes aus Nagem sowie Luc Schreiber und Pierre Schreiber aus Platen, womit diese dem Naturschutzsyndikat Sicona erlauben, verschiedene Unterhaltsarbeiten durchzuführen, so etwa den Schnitt an neu gepflanzten Hochstammobstbäumen oder den Unterhalt bestehender Weideschutzumzäunungen.

Die Taxen für Sperrmüll steigen künftig von 40 auf 50 Euro pro m3 und für Plastikabfalltüten von 3,50 auf fünf Euro. Die 80-Liter-Tonne wird übrigens neuerdings ohne Personenbegrenzung im Haushalt zur Verfügung gestellt. Im Rahmen von Budgetanpassungen wurden zudem mehrere Zusatzkredite bewilligt, darunter zur Erneuerung der Fassade des Wasserturms in Reimberg (45 000 Euro), zur Ausarbeitung des neuen Bebauungsplanes (15 000 Euro), zur Erneuerung der Gasheizung im Fußballausschank (15 000 Euro) sowie zur Renovierung des Pförtnerhauses beim Kulturzentrum (3 000 Euro). Weiterhin wurden den lokalen Vereinen ingesamt 21 800 Euro an Subsidien zugeteilt. Rat René Zigrand forderte allerdings die Einführung eines neuen Subsidienverteilungsschlüssels ein. (J.C.)