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125-jährige Bestehen der ZithaSchwestern

Am 24. September 2019 wurde in der Seniorie St Joseph Pétange das 125-jährige Bestehen der ZithaSchwestern gefeiert. Die Festlichkeiten begannen mit einer Messe in der Kapelle der Seniorie unter dem Vorsitz des Erzbischofs Jean-Claude Hollerich. Bei diesem festlichen Akt waren zahlreiche Ehrengäste anwesend.

Anschließend nahm die Generaloberin, Sr. Myriam Ney, in ihrer Ansprache alle Gäste mit auf eine Zeitreise. Sie schilderte wie am 12. Dezember 1894 vier Schwestern nach Petingen reisten, um dort die erste Niederlassung zu gründen. Unter den vier Schwestern waren eine Oberin, eine Leiterin für die Krankenpflege, eine Leiterin für die Nähschule sowie eine Leiterin für die Küche. Bereits im ersten Jahr kamen 54 Schülerinnen in die Nähschule und in der Krankenpflege musste eine stattliche Anzahl von Kranken versorgt werden.

Die ZithaSchwestern hatten es nicht immer leicht: Schon bald wurde die Gemeinde Petingen von der Typhus Epidemie heimgesucht. Immer mehr Patienten suchten Hilfe bei den Schwestern und man dachte über einen Neubau nach. Dank der gefundenen Wohltäter konnte das Spital immer wieder vergrößert werden. Das war die eine Seite.

Auf der anderen Seite gerieten die Schwestern trotz aller Hilfe in Armut und hatten nur das Notwendigste zur Verfügung. Dank ihres Gottvertrauens hielten die Schwestern durch und die Lage besserte sich wieder.

Dann kam es zu den beiden Weltkriegen, die weitere Sorgen brachten: Die Zahl der verwundeten Soldaten und der Waisenkinder stieg stetig an. Das Haus musste wieder vergrößert und verbessert werden, um den wachsenden Ansprüchen aber auch den technologischen Entwicklungen zu genügen. Mithilfe ihres guten Verhandlungsgeschicks kamen die Schwestern auch durch diese schwierigen Zeiten.

Generationen kamen und gingen, viele Kranke wurden gepflegt, Kinder erblickten das Licht der Welt und ältere Menschen wurden betreut. Schließlich wurde 1987 die Clinique St. Joseph komplett zum Pflegeheim umfunktioniert. Die Schwestern kümmerten sich nun um alte und ältere Menschen.

Nachdem die Gäste von Sr. Myriam Ney durch die ersten 100 Jahre geführt worden waren, dankte Direktor Laurent Origer in seiner Rede den ZithaSchwestern für ihre unermüdliche Arbeit, mit welcher sie schon früh die Weichen für die Zukunft stellten. So haben sie in weiser Voraussicht die Veränderungen im sozialen Sektor geprägt und die Zukunft der ZithaSchwestern geebnet.

Die Schwestern standen immer geschlossen als Gemeinschaft zusammen, fanden für viele Probleme Lösungen und stellten den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns.

Dank ihrer Offenheit und dem Mut zur Veränderung konnte das Haus stetig vergrößert werden. Dies war auch möglich, weil die Schwestern immer wieder auf eigenen Wohnraum verzichteten, zum Wohl vieler älterer und pflegebedürftiger Menschen. Dadurch wurden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Abschließend segnete Erzbischof Jean-Claude Hollerich im Sinnesgarten der Seniorie St Joseph Pétange den Gedenkstein für „125 Jahre ZithaSchwestern“. Bei einem Gläschen und dem Geburtstagskuchen ließ man die Feier ausklingen. Es war ein frohes und gelungenes Fest. (Tessy EMERINGER)