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Viertes internationales Hephaistos-Schmiedetreffen

Seit den frühen Tagen der Handwerkskunst waren es die Schmiede, die darauf bedacht waren, ihr Können und Wissen untereinander auszutauschen, so dass jeder Schmied von seinem Berufskollegen lernen und sich weiterbilden konnte.

Dieser alten Tradition folgend, organisiert hierzulande die luxemburgische Hephaistos-Bruderschaft seit mehreren Jahren regelmäßig Schmiedetreffen. In Luxemburg gibt es momentan 45 angeschlossene Hepaisthosschmiede, die im Jahr 2015 das 20-jährige Bestehen ihres Zusammenschlusses feiern können.

Wie früher üblich arbeiten mehrere Schmiede bei einem solchen Treffen an einem gemeinsamen Werkstück, welches dann bei der jeweils organisierenden Bruderschaft verbleibt.

Im neuen Atelier ihrer Zunft hatten Präsident Fernand Labonté und Sekretär Nico Niggel das vierte internationale Treffen am Wochenende vom 8. Juni im Peppinger „Musée rural“ organisiert. Als gemeinsame Arbeit war ein Portailteil zum Eingang der neuen Ateliers erarbeitet und vorgezeichnet worden.

An insgesamt acht Feuerstellen arbeiteten insgesamt 14 Schmiede, unter ihnen auch Anabel, eine französische Schmiedin, die mit viel Geschick in der Männerdomäne des Schmiedehandwerks mitarbeitete. Das hergestellte Portail ist im „Artdeco-Stil“ hergestellt und fand begeisternde Zustimmung von Hein Denig (D), Arie Haksteen (NL) und Jeff Decreane (B), die sich europaweit um die Koordination des Wirkens der verschiedenen Bruderschaften kümmern.

Fernand Labonté und Nico Niggel zeigten sich in einem kurzen Gespräch mit dieser Zeitung davon überzeugt, dass das Können und die Kompetenz der luxemburgischen Schmiede ihren europäischen Kollegen gegenüber absolut gleichwertig ist, und dass das diesjährige Treffen ein großer zufriedenstellender Erfolg war.(b.a.b.)