Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Fir méi Liewen op ëffentleche Plazen

Das Thema Biodiversität ist in aller Munde. Dabei geht es vor allem um den Schutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Dass der Schutz von Natur und Umwelt direkt vor unserer Haustür, innerhalb der Ortschaften, beginnt, dafür sensibilisierte eine Konferenz am 27.3.2017 in Oetrange.
Nicolas Welsch, Präsident des Syndikates SIAS, betonte in seiner Einleitung, dass die Gemeindeverantwortlichen eigentlich über viel Freiheit im Bereich der Planung und -gestaltung von öffentlichen Grünräumen verfügen und dass sie diese auch nutzen sollten, um die Natur wieder zurück in die oftmals stark versiegelten Ortschaften zu holen.
In enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des SIAS, stellte Jean-Claude Kirpach, verantwortlicher Ingenieur der Naturschutzabteilung der Natur- und Forstverwaltung, zahlreiche beispielhafte Projekte aus dem In- und Ausland vor. Sie verdeutlichen, dass es mit relativ geringem Aufwand möglich ist, auch im besiedelten Raum Rückzugsflächen für die Natur zu schaffen, ohne den Menschen in seinem täglichen Leben einzuschränken.
Die naturnahe Gestaltung und Pflege von öffentlichen Freiräumen eröffnet vielfältige Chancen zur Verbesserung des menschlichen Lebensumfeldes und der Lebensqualität im besiedelten Bereich. Sie schafft Lebensräume für Tiere und Pflanzen, bereichert das Ortsbild und trägt bei zu Klima- und Bodenschutz.
Der Vortrag stellte die zahlreichen Möglichkeiten der Gemeinden dar, wie sie auch innerorts aktiv im Naturschutz werden können. Die Verantwortlichen in den Gemeinden wurden an diesem Abend erfolgreich dafür sensibilisiert, mehr Natur in den Ortschaften zuzulassen. Auch die naturnahe Gestaltung kann zu einem attraktiven, lebendigen Ortsbild beitragen.
Umweltministerin Carole Dieschbourg freute sich über den großen Anklang des Themas in den Gemeinden. Sie ermutigte die Gemeinden dazu, alte Gewohnheiten im Bereich der Grünflächenpflege aufzugeben und neue Wege zu gehen, wie sie im Vortrag aufgezeichnet wurden und damit mehr Natur zu wagen. Im Rahmen der Biologischen Station SIAS sei auch die langfristige Begleitung der Gemeinden bei der praktischen Umsetzung gesichert.