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Neuer Dorfplatz wurde in Moersdorf seiner Bestimmung übergeben

Der Dorfplatz in Moersdorf, auf dem vor wenigen Tagen die Einweihung und ein Volksfest begangen wurden, sah vor nicht allzu langer Zeit ganz anders aus. Ein Meer an Verkehrsschildern und einige Gemäuer, die kurz vor dem Zusammenbruch standen, prägten das Bild des Ortskerns, blickte Bürgermeister Jos. Schoellen am Freitag zurück. Er tat dies vor zahlreichen Gästen, darunter der Minister für Entwicklung im ländlichen Raum, Romain Schneider, Tourismusministerin Françoise Hetto-Gaasch, Abgeordnete, Bürgermeister und Schöffen aus Nachbargemeinden und Einwohnern.

Nachdem Grundstücke gekauft, Pläne ausgearbeitet und eine finanzielle Unterstützung vom Staat beantragt worden waren, begannen die Arbeiten im Februar 2012 und führten zu einem Ergebnis, auf das Bürgermeister Schoellen richtig stolz ist. Der Dorfplatz verfügt nicht nur über neun Parkplätze, sondern bietet auch genügend Raum für Vereine, wenn diese in der Dorfmitte ihre Feste abhalten. Das Projekt kostete rund 340 000 Euro, wobei das Ministerium für Entwicklung im ländlichen Raum 105 000 Euro beisteuerte. Die letztgenannte Summe habe die Gemeindeverantwortlichen dazu ermutigt, die Pläne umzusetzen, sagte Schoellen in seiner Rede.

Das Projekt Dorfplatz in Moersdorf reiht sich somit ein in die erhebliche Anzahl von Vorhaben, die in den vergangenen Jahren umgesetzt worden sind. Darunter zählte Schoellen unter anderem die neue „Hierber Scheier“ auf sowie die Erlebnistour zwischen Born und Moersdorf und vergaß dabei auch nicht die grenzüberschreitenden Projekte wie Wanderwege auf beiden Seiten der Sauer sowie die Kläranlage, an die Orte aus Luxemburg und Deutschland angeschlossen sind.

Minister Romain Schneider ging in seiner Ansprache davon aus, dass künftig auf dem Dorfplatz, wo sich das gesellschaftliche Leben abspielt, schöne Stunden verbracht werden können. „Diese Plätze sind im Ganzen zu sehen“, sagte er. Beim Dorfplatz in Moersdorf sei der Charakter Ortschaft erhalten. „Dieser Platz ist eine Aufwertung für das Dorf, die Gemeinde und das Sauertal“, betonte der Minister. Wichtig sei es, die Gegend attraktiv zu gestalten.

Ministerien leisten bei solchen Projekten zwar auch Unterstützung, aber der größte Teil der Ausgaben müssen nach Schneiders Worten die Gemeinden selbst tragen. So habe man den Ort verschönert und zur Verkehrssicherheit beigetragen.

Pfarrer Wilhelm Reichert aus Ralingen, der den verreisten Pfarrer Luc Schreiner vertrat, ging auf die Bedeutung eines Platzes für die Menschen ein. Nachdem er Gottes Segen herabgerufen hatte, durchtrennten Ministerin Françoise Hetto-Gaasch und Minister Romain Schneider das Trikolorebändchen.

Für die musikalische Gestaltung sorgte der Chor Born-Moersdorf. Außerdem wurde eine Fotoausstellung vom „Service historique de la Commune de Mompach“ organisiert. Über zwei Tage wurde gefeiert mit dem Gedanken, an diesem Ort weitere Volksfeste zu veranstalten. (jvdh)