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Jahreskongress des Luxemburger Sportfischerverbandes

Der Jahreskongress der FLPS wurde am 24.Februar im Kulturzentrum von Mertert abgehalten.172 Delegierte, die 42 Vereine vertraten, nahmen daran teil.

Die Regierung hatte Beamte als Vertreter geschickt.

Marc Siegler, Präsident des Wasserbilliger Fischervereins und Bürgermeister Jérôme Laurent stellten den Verein bzw. die Gemeinde kurz vor. Besonders interessant für die Angler war die Ankündigung, dass bei den Kompensierungsmassnahmen an der Sauer im Rahmen Hochwasserschutzprogramms auch die Schaffung von Laichplätzen eingeplant ist.

In seinem Referat stellt FLPS-Präsident Jos Scheuer die wesentlichen Strukturen des Verbandes vor. Dieser zählt 1907 lizenzierte und 393 inaktive Mitglieder aus 62 Vereinen. Die Gesamtzahl der Vereinsmitglieder dürfte bei 5000 liegen. Der Verband ist finanziell vom Sportministerium und zum Teil vom Olympischen Komitee abhängig. Die Sektionen (Senioren, Veteranen, Fliegenfischer, Meeresfischer, Jugend) sind autonom. Sie werden im Jahre 2019 an 7 Europa-bzw. Weltmeisterschaften teilnehmen.

In Zukunft sollen die Weiherfischer, welche besonders im Süden des Landes immer mehr Zuspruch finden, besser in das Verbandsleben integriert werden und auf der Internet Seite der FLPS eine Plattform finden.

Der Präsident sprach dann in Kurzform, aber deutlich, die wichtigsten Probleme an, welche sich an und in den Fließgewässern stellen: gefährlicher Zugang zur Mosel durch Steinaufschüttung und Barrieren durch Fahrradpisten, verheerender Impakt des Kormorans, überlastete Kläranlagen, überzogene Forderungen des Staates. Als positiv bewertete er, dass am Stausee von Esch-Sauer die Bootswracks nach und nach verschwinden, den Fischbesatz, die Einführung des elektronischen Fischereierlaubnisscheines für die Binnengewässer. die Ausarbeitung eines Hegeplanes durch die deutschen Behörden, die geplante Beschränkung des massiven kommerziellen Kanubetriebes bei Niedrigwasser auf der Sauer.

Ein Vertreter der Umweltbehörde versprach, dass vor Beginn der Angelsaison die Erlaubnisscheine für das Angeln in den Binnengewässern per Computer können bezogen werden . Er bestätigte auch, dass die Umweltministerin plane, die Fischereigesetzgebung grundlegend zu ändern.

Die Berichte zur Arbeit des Zentralvorstandes, der Gewässerkommissionen, die Bilanzen und die Anträge zur Verbesserung der internen Reglemente wurden einstimmig vom Kongress gebilligt.

Die Diskussionsbeiträge der Vereinsvertreter waren das Salz in der Kongresssuppe. Sie sprachen klar und unmissverständlich die berechtigten Ängste der Luxemburger Angler an., die um das Weiterbestehen des Verbandes bangen

Alle austretenden Mitglieder des Zentralvorstandes waren wiederwählbar. Neue Kandidaturen lagen nicht vor. Präsident Jos Scheuer wurde per Akklamation in seinem Amt bestätigt.

Mit dem „Trophée nationale“ wurden die Verbandsmeister 2018 geehrt und zwar der Verein Fëscherveräin Wasserbëlleg, Schmit Angèle in der Kategorie der Damen und Raach Valentin in der Seniorenkategorie.

Für 60-jährige Mitgliedschaft in der FLPS wurden drei Urgesteine der FLPS geehrt: Armand Noël, Roger Steyer und Arny Thoma.

Präsident Jos Scheuer wünschte abschließend allen Anglern Erfolg und Entspannung vom Alltagsstress beim Angeln.

Ein Ehrenwein schloss den Kongress ab.