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Investitionen in die öffentliche Infrastruktur

Unter Vorsitz von Bürgermeister Albert Henkel (DP) brachte der Merscher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ein Dutzend Infrastrukturprojekte auf den Weg. Die dafür veranschlagten und von den Räten gebilligten Kosten belaufen sich auf insgesamt 5,09 Millionen Euro.

Die Sanierung des Abwasserleitungsnetzes im Gewerbegebiet Mierscherbierg ist nun beschlossene Sache. Zudem soll in der angrenzenden Rue de Colmar-Berg ein Kanalsystem zur separaten Abführung des Oberflächenwassers gebaut werden. Nach kurzer Betrachtung der vorliegenden Pläne gab der Gemeinderat diesem Projekt, das aller Voraussicht nach mit 2,178 Millionen Euro zu Buche schlägt, grünes Licht.

Fast genauso viel, nämlich 2,092 Mio. Euro, werden in Schoenfels investiert, wo neben dem Kanalnetz auch die Wasser- und Gasversorgungsleitungen sowie das Kabel der Gemeinschaftsantenne neu verlegt werden. Ähnlich verhält es sich in der Rue Nic Welter in Mersch, wo zwischen der Rue de Gosseldange und der Rue Lankheck neben der Wasserversorgung allerdings auch Leitungen zum Transport von Gas und Mittelspannung installiert werden. Die Kosten dieses Vorhabens wurden mit 293 350 Euro angegeben.

Pettinger Ortsdurchfahrt: Einweihung heute Freitag

Die Arbeiten an der Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Pettingen sind mittlerweile abgeschlossen und, wie Bürgermeister Henkel mitteilte, wird heute eingeweiht.

Aufgrund unvorhergesehener Maßnahmen, etwa der Ausgestaltung der direkten Umgebung der Schlossruine mit Pflastersteinen, der Instandsetzung der Rue um Weyer sowie dem Bau eines zunächst nicht vorgesehenen Bürgersteigs am Ortseingang in Richtung Bahnübergang hatten sich dabei allerdings Mehrausgaben in Höhe von 220 000 Euro summiert, ein Betrag, der laut Beschluss des Rats nun ebenso beglichen werden kann. Weitere 105 000 Euro wurden im Übrigen zur Verfügung gestellt, um Fassade und Dach der Kapelle im Ortszentrum zu erneuern.

92 000 Euro fließen in die punktuelle Sanierung schadhafter Bürgersteige und Straßen. Zudem soll zukünftig zwecks Wahrung des Verkehrsflusses an der Ein- und Ausfahrt zum Parkplatz eines Einkaufszentrums auf Merscherberg das Linksabbiegen beim Verlassen besagten Parkplatzes durch in der Mitte der Fahrbahn angebrachte Pflastersteine untersagt werden.

Zur Verbesserung der Beleuchtung von Fußgängerüberwegen wurden 90 000 Euro und zum Abriss des Hauses auf Nummer 1 in der Rue Lankheck 40 000 Euro bereitgestellt.

Die Installation eines Busunterstands in der Rue de Colmar-Berg schlägt mit 9 800 Euro zu Buche und ebenso gewährten die Räte 9 500 Euro zur Illuminierung des Freiheitsdenkmals und dessen Umgebung „um Krounebierg“. 8 000 Euro wurden schließlich noch freigegeben, damit notwendige Revisionsarbeiten am Lehrschwimmbecken in der Nic-Welter-Schule in Mersch durchgeführt werden können.

395 000 Euro für den kommunalen Regiebetrieb

Zum Kauf von Arbeitsmaschinen und Spezialgerätschaften für den eigenen Regiebetrieb investiert die Gemeinde insgesamt 395 000 Euro. U. a. sollen der altersschwache Unimog ersetzt (190 000 Euro) und ein neuer Lieferwagen (41 000 Euro) erworben werden. Provisorisch genehmigten die Räte einen Teilbebauungsplan für ein 1,52 Hektar großes Areal in der Rue Wenzel in Beringen. Demnach sollen dort acht Einfamilienhäuser, sechs Doppelhaushälften und 15 Reihenhäuser entstehen.

Auf Vorschlag der kommunalen Kommission für Soziales, Jugend und das Dritte Alter wird die Teuerungszulage für minder bemittelte Familien an die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes angepasst. Wie es hieß, wolle man damit auch den gestiegenen Wasserpreisen Rechnung tragen. Konkret bedeutet dies, dass sich die Zulage für einen Einpersonenhaushalt nunmehr um 60,25 Euro erhöht. Für jede weitere Person werden 20,25 Euro zusätzlich ausbezahlt.

Zu Repräsentanten der Gemeinde Mersch im gemeinsam mit den Gemeinden Bissen, Böwingen, Lintgen und Tüntingen ab dem 1. Januar 2011 organisierten Sozialamt wurden Fernand Sauer und Jean Straus bestimmt.

Für die Straße im Neubaugebiet in Mersch, Koppelwee II, wurden nach längerem Hin und Her die Bezeichnungen Rue Mère Teresa und Rue Fernand Schwachtgen zurückbehalten.

Eingangs der Sitzung hatten die beiden Revierförster Guy Gilson und Jean-Marie Klein die Budgetvorlage für die Bewirtschaftung der kommunalen Wälder im kommenden Jahr präsentiert. Diese weist Investitionen von 465 000 Euro und Einnahmen von 434 000 Euro auf. Während die Einrichtung von zwei Waldwegen auf einer Gesamtlänge von 1,4 Kilometern mit 65 000 Euro zu Buche schlägt, rühren andererseits 359 500 Euro aus Holzverkäufen her. (VON DAN RODER)