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Vom "Europa des Glaubens" zum Europaviertel Kirchberg


Anlässlich der Oktav weilte kürzlich eine 70-köpfige Pilgergruppe aus dem niederrheinischen Wallfahrtsort Kevelaer in Luxemburg. Neben der Teilnahme an den Abschlussfeierlichkeiten der Muttergotteswallfahrt besuchten die Gäste aus Kevelaer das Europaviertel Kirchberg und das gleich aus mehreren Gründen. Inmitten des Kirchberg-Plateaus entsteht zur Zeit eine Straße, die nach der Stadt Kevelaer - seit 1642 wird hier das Luxemburger Gnadenbild in Form eines Kupferstichs verehrt - benannt sein wird. Symbolträchtig ist die Strßenbenennung im Europaviertel, denn Johannes Paul II. bezeichnete den Gnadenort an der holländischen Grenze 1987 als « Europa des Glaubens ». 

Bei strahlendem Sonnenschein besuchten die Pilger das Areal rund um das Fort Thüngen, das Marc Jeck im Rahmen einer Führung als « kleines Kevelaer 2.0 » betitelte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts seien Studenten der marianischen Studentensodalität heimlich in die unterirdischen Festungsgalerien auf Drei Eicheln eingedrungen und hätten dort in den Kasematten ein kleines Muttergottesbild angebracht – und somit ein kleines Marienheiligtum in den katakombenähnlichen Gängen errichtet. Der nach Argentinien entsandte Redemptoristenpater Joseph Mandy hatte über dieses geheime, unterirdische Marienheiligtum ein halbes Jahrhundert später berichtet. Vom kleinen Andachtsbild fehlt allerdings jede Spur.

Nach dem Kirchberg wandelten die Pilger auch auf den Spuren des europäischen Heiligen Willibrord und feierten am Grab des Landesapostels eine Messe.

+ Foto : Pilger aus Kevelaer zu Besuch am Fort Thüngen, wo einst ein unterirdisches Marienheiligtum gestanden haben soll (Foto : Ernst Koppers)