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Stets um Frieden bemüht

85 luxemburgische Ministranten auf der Suche nach einem der höchsten Werte der Menschheit in Rom


„Suche Frieden und jage ihm nach!“, so lautete das Motto der XII. Internationalen Ministrantenwallfahrt, vom 30. Juli bis 3. August in Rom. Unter den mehr als 60 000 Messdienern aus 19 Ländern waren auch 85 luxemburgische Ministrantinnen und Ministranten.


Die Wallfahrt begann am 28. Juli mit einer 17-stündigen Busfahrt. In Rom angekommen, wurden alle in der Pilgerunterkunft von Erzbischof Jean-Claude Hollerich, der die ganze Woche bei der Gruppe weilte, begrüßt. Alsdann begannen die Besichtigungen mit den Wahrzeichen der Stadt, wie unter anderem dem Forum Romanum, dem Kolosseum und den bekanntesten Kirchen und Gotteshäusern von Rom.

Der Höhepunkt der Wallfahrt war ohne Zweifel am 31. Juli das Abendgebet mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz. Zu diesem Gebetstermin, bei dem ein luxemburgischer Ministrant aus Gonderingen Mitglied des kleinen internationalen Vorsängerchors war, hatten sich alle Ministrantinnen und Ministranten mit weiteren Gläubigen auf dem Petersplatz versammelt. Man schätzt, dass sich etwa 90 000 junge Gläubige aus unterschiedlichen Nationen eingefunden hatten, um zusammen mit Papst Franziskus für den Frieden zu beten.

Wir betrachten den Frieden heutzutage als eine Selbstverständlichkeit, als Normalität. Doch in vielen Teilen der Welt ist ein Leben in Frieden leider noch immer unvorstellbar. Und genau zu diesem Thema hatten Ministranten aus verschiedenen Ländern Fragen an den Papst gestellt. Auch eine Frage aus Luxemburg wurde vom Papst beantwortet. Zusammen mit vier weiteren Ministranten, unter anderem aus Portugal und Deutschland, hatte ein Ministrant aus Welfringen die große Ehre eine Frage an den Heiligen Vater stellen zu dürfen. Sie lautete wie man den Frieden, den Katholiken sich beim Friedensgruß während der heiligen Messe weitergeben, in die Welt hinausbringen könne?

Papst Franziskus bedankte sich für diese in seinen Augen wichtige Frage und wies in seiner Antwort des Weiteren auf die Wichtigkeit der kleinen Dinge des Lebens hin. Den Frieden könne jeder bereits mit einem Lächeln oder einem kleinen Werk der Nächstenliebe in die Welt hinaustragen (siehe dazu auch nebenstehenden „Kommentar zum Sonndeg“).

Im Anschluss war es den Ministrantinnen und Ministranten, die die Fragen gestellt hatten, möglich, dem Heiligen Vater die Hand zu geben und einige Worte mit ihm zu wechseln. Als Andenken an diesen besonderen Moment und diese große Ehre bekam jeder von ihnen einen Rosenkranz vom Heiligen Vater, und sicherlich wird dieser Augenblick als unvergessliches Event in deren Erinnerung bleiben.

Es war für alle Beteiligten eine schöne und bereichernde Erfahrung, gemeinsam mit so vielen Messdienerinnen und Messdienern mit den unterschiedlichsten Nationalitäten gemeinsam in Frieden für den Frieden zu beten.

Ein weiteres, ganz besonderes Highlight war, als 16 Ministranten aus Luxemburg durch das Sakrament der Firmung mit dem Heiligen Geist beschenkt und somit in ihrem Glauben weiter gestärkt wurden.

Somit ging eine Woche voller schöner, intensiver Momente im Gebet und ermutigt und gestärkt durch die Worte von Papst Franziskus und Erzbischof Jean-Claude Hollerich allzu schnell zu Ende. Was bleibt sind Erinnerungen und viele neue Freundschaften, die in Rom geknüpft wurden.


Text: Meyers Sébastien a Mich Anna

Fotoen: Konsbrück Tanja


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17.11. 2018: 10.30 Auer Pilgermass an der Basilika zum Helle Willibrord zesumme mat Notreffen fir all Roumpilger