Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Luxemburger Militärmusik macht Geschenk an Moldawien

Nützliche Verwendung für elf gebrauchte Instrumente

aus Inventarbestand


Luxemburg. Als Geste einer kollegialen Kooperation im kulturellen Bereich gilt zweifellos die letzthin von der grossherzoglichen Militärmusik durchgeführte Aktion im Interesse des Miltärorchesters der Carabinieri-Truppen der Republik Moldau, nichtamtlich auch noch Moldawien genannt.

1991 unabhängig geworden, kennt die zwischen der Ukraine und Rumänien gelegene frühere Sowjetrepublik Moldau, die im Laufe der Geschichte teilweise zu Bessarabien gehörte, nach wie vor grössere wirtschaftliche, politische und soziale Probleme. Sie machen aus diesem osteuropäischen Staat eines der ärmsten Länder unseres Kontinentes. Dieser Sachverhalt schlägt sich insbesondere auch im allgemeinen infrastrukturellen Bereich nieder. Mit solchen Problemen hatte auch das dem Innenministerium unterstehende Militärorchester der Carabinieri-Truppen zu tun, dessen Instrumentenbestand teilweise an nicht zu übersehenden Alterserscheinungen leidet.

Durch persönliche Begegnungen entstand im Laufe der Zeit bei Josy Lorent, Präsident der „Frënn vun der Militärmusek“ (FvMM), die Idee für eine Initiative zur Unterstützung des moldauischen Militärorchesters mit Material aus dem Instrumenteninventar der Luxemburger Militärmusik. Mit der wohlwollenden Zusage des Verteidgungsministeriums und von General Alain Duschène sowie dank einer Intervention des moldauischen Honorarkonsuls in Luxemburg, Michal Wittmann, wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Dirigent Jean-Claude Braun liess aus dem Bestand von nicht mehr benutzten Instrumenten deren elf aussondern. Alle befanden sich in einem guten Zustand, doch bedurften einzelne einer Überholung. Das Geschenkpaket umfasste schliesslich eine Zugposaune, ein Bariton, ein Euphonium, ein Saxofon, eine Trompete, ein Horn, vier Klarinetten und ein Piccolo, alle mit dem Label von namhaften internationalen Marken.

Erstmals zum Einsatz kamen die geschenkten Instrumente, die Major Oleg Cazacu als Dirigent dankend entgegennahm, bei einem Empfang aus anderem Anlass, den die österreichische Botschafterin Christine Freilinger, die übrigens in den Jahren 1999-2001 Gesandte an der Botschaft in Luxemburg war, im Palast der Republik in der moldauischen Hauptstadt Chisinau gab.

Bildzeilen:

Beim ersten Auftritt in Chisinau mit den geschenkten Instrumenten: Dirigent Oleg Cazacu (Bildmitte) umgeben von der österreichischen Botschafterin Christine Freilinger, FvMM-Präsident Josy Lorent und Orchestermitgliedern. (FOTO: OLGA CORETCHI)