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Kevelaer und Luxemburg rücken näher zusammen

Seit 1642 wird im niederrheinischen Kevelaer die Luxemburger Trösterin der Betrübten verehrt. Vor kurzem wurde eine Straße im Europaviertel Kirchberg der Europastadt Luxemburg nach dem "Europa des Glaubens" benannt, wie Papst Johannes Paul II. den Gnadenort Kevelaer einst bezeichnete.

Vor wenigen Tagen wurden die Banden zwischen Luxemburg und Kevelaer noch verstärkt und zwar mit der Ernennung vom Gregor Kauling, Rektor der Kevelaerer Wallfahrt, zum Ehrendomherr der Kathedrale von Luxemburg. "Die Ernennung hat mich und meine Familie sehr berührt. Wir sind Luxemburg so verbunden, ein Cousin meines Vaters ist auf dem deutschen Soldatenfriedhof bestattet. Wir sind oft dort gewesen", erzählt der Geistliche, der seit 2017 in Kevelaer wirkt. Und waren es nicht auch Soldaten, die inmitten des Dreißigjährigen Krieges ein Andachtsbildchen der "Consolatrix Afflictorum" vom Glacisplatz der Stadt Luxemburg an den Niederrhein brachten?

Somit reiht sich Domkapitular Gregor Kauling ein in die Reihe der Kevelaerer, die seit vielen Jahren zur Heimstätte der Stadt- und Landespatronin Luxemburg pilgern. Auch Kaulings Vorgänger - Weihbischof Rolf Lohmann und der im Januar 2020 verstorbene Prälat Richard Schulte Staade - sind Ehrendomherren unseres Nationalheiligtums. Im Oktober 2020 ernannte Kardinal Hollerich den Wallfahrtsrektor Gregor Kauling neben dem Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert sowie den luxemburgischen Geistlichen Hoffmann und Roemen zu Ehrendomherren der Kathedrale von Luxemburg. Die Feier fand im Rahmen des 150. Bistumsjubiläum statt.


+ Fotos:

- Ehrendomherr Gregor Kauling und Kardinal Hollerich nach dem Pontifiklalamt in der Kathedrale von Luxemburg (Foto: Bistum Münster/Pater Benny, Kevelaer)

- Ein kleines Straßenschild für eine große Geschichte (Foto: Marc Jeck)