Wählen Sie Ihre Nachrichten​

40-Jahrfeier am Europadenkmal im Dreiländereck

„Europadenkmal“ – „Denk mal an Europa“


Ouren (B). Beim Europadenkmal im Tal der Our nahe Lieler und dem belgischen Ouren wurde am Samstag gleich mehrfach gefeiert. Die „Europäische Vereinigung Eifel-Ardennen“ (EVEA) hatte Bürger und Politiker nämlich gleich zu drei Geburtstagsanlässen eingeladen.


Vor 60 Jahren wurden die römischen Verträge, die die wirtschaftliche Zusammenarbeit

in Europa besiegelten, unterschrieben, vor 40 Jahren wurde im Dreiländereck als sichtbares Symbol der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit das Europadenkmal errichtet und seit 20 Jahren besteht nun schon die „Vereinsgemeinschaft Dahnen (D)

– Lieler – Ouren (B)“.


Der Zeitpunkt zu dieser Festveranstaltung konnte nicht treffender sein, denn noch nie war eine Demonstration für das vereinte Europa so wichtig wie heute.


„Dieses Denkmal ist ein Mahnmal für den europäischen Einigungsprozess Es ist als Mahnpunkt unserer Vergangenheit bei der Gestaltung unserer Zukunft in Erinnerung zu behalten und das ist heute wichtiger denn je“, so Oliver Paasch, Ministerpräsident von Ostbelgien, der in seiner Festrede auf den aktuellen, Sorgen bereitenden Zustand der EU einging.


Zum ersten mal in der Geschichte habe ein Mitgliedstaat die EU verlassen, gleichzeitig seien in vielen Ländern Europas Populisten, Demagogen und Feinde der europäischen Idee auf dem Vormarsch. Sie würden Wahlerfolge erzielen, in dem sie dazu aufrufen würden, die Idee der EU zu zerstören. Dies sei zutiefst beunruhigend.


Die große europäische Idee habe offenkundig Strahlkraft und an Begeisterungsfähigkeit verloren“, erklärte Oliver Paasch, der gleichzeitig daran erinnerte, dass die Kriegstreibereien in Europa erst mit dem Beginn des europäischen Integrationsprozesses ein Ende fanden.


Die EU stehe für Werte wie Freiheit, Solidarität, Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Nachhaltigkeit, Menschwürde und –rechte und für Menschlichkeit, Grundsätze, an die es sich zu erinnern gelte und an denen festgehalten werden müsste.


Weitere Redner waren neben den Europaparlamentariern Pascal Arimont aus Belgien und Charles Goerens sowie Landwirtschaftsminister Fernand Etgen der deutsche Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder sowie der belgische Staatsminister Charles Ferdinand Nothomb.


Unter den Ehrengästen befanden sich u.a. der deutsche Botschafter in Luxemburg, Dr. Heinrich Kreft sowie Marie – Alice Wagner, Tochter von Georges Wagner), dem 1994 verstorbenen ehemaligen Präsidenten der luxemburgischen Abgeordnetenkammer und Gründervater der "Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen" (EVEA).


Musikalisch wurde der offizielle Festakt durch das sinfonische Blasorchester der EVEA umrahmt.


Um vermehrt auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufmerksam zu machen, sind in diesem Jahr des weiteren eine Vielzahl an Aktivitäten und Begegnungen am Europadenkmal, dessen Schirmherrin 2017 Corine Cahen, Ministerin für die Großregion ist, vorgesehen.


www.evea.de