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Pilotprojekt für die Tourismussaison 2011 zur Förderung des Umweltbewusstseins

Die Strände des Obersauerstausees waren von Anfang an ein sehr beliebtes Ausflugsziel für zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland. Die Gemeinden dieser Region profitieren von dieser Beliebtheit, tragen allerdings auch große Verantwortungen. Eine der wichtigsten ist der Umweltschutz, um den es in einem neuen Pilotprojekt des Naturparks- und des Gewässervertrags Obersauer, der Stauseegemeinde, der „SuperDrecksKëscht“ und der Straßenbauverwaltung geht.

Bei gutem Wetter verbringen Tag für Tag hunderte Besucher ihre Freizeit rund um den Stausee. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Natur: Der massive Konsum von Ess- und Trinkwaren, die, wie heutzutage fast üblich, oft aus verpackungsintensiven Produkten bestehen, führt zu extremen Müllansammlungen, die häufig nicht in den dafür vorgesehenen Behältern landen. Diese Unverantwortlichkeit gegenüber der Natur und Umwelt möchte man in einem Naturpark und in einer Trinkwasserschutzzone nicht länger dulden.

Um überflüssige Kosten durch zusätzliche Arbeitsstunden, häufigere Entleerungen von größeren Müllcontainern und zusätzliche Putzarbeiten auf den Badestränden zu vermeiden, startet man zur Tourismussaison 2011 ein Projekt am Badestrand in Liefringen. Das Ziel ist, die Badetouristen für die Abfallproblematik, also für das Trennen und Recyceln von Abfällen zu sensibilisieren. Um dies vor Ort ins Praktische umzusetzen, wurde in unmittelbarer Nähe des Badestrandes in Liefringen ein kleiner Recyclingpark errichtet, wo jeder sein Können im Bereich Mülltrennung unter Beweis stellen kann.

Der Schwerpunkt des Projekts liegt darin, die unberührte Natur, das intakte Ökosystem und die gesunden Gewässer zu erhalten. Falls das Projekt auf die nötige Akzeptanz und Motivation der Stauseebesucher stößt, könnte dieses Modell in den nächsten Jahren auch auf die übrigen Strände ausgeweitet werden. (PGr)