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Landesplanung auf den Kopf gestellt


In einer Pressemitteilung reagierten „Déi Gréng“ gestern auf die Vorstellung der Pläne für das nationale Fußballstadion mit Einkaufszentrum in Liwingen. Das vom Ministerrat bereits angenommene Bauvorhaben missachte eindeutig eine ganze Reihe von landesplanerischen Vorgaben der letzen Jahre. U. a. werde das IVL schlichtweg auf den Kopf gestellt, heißt es in dem Schreiben. Das überdimensionierte Einkaufszentrum werde des Weiteren zu Lasten von bestehenden anderen Zentren gehen. Beispiele aus dem Ausland hätten untermauert, dass diese „Art der Megalomanie“ weit hinter den Erwartungen der Geschäftswelt zurückgeblieben sei. Outlet-Zentren würden durch ihre verbilligten Angebote zudem andere Geschäfte derselben Branche vom Markt drängen. Die versprochenen Arbeitsplätze würden andernorts verloren gehen. Die Versprechen einer Anbindung an den öffentlichen Transport bezeichnen „Déi Gréng“ als Augenwischerei, da ein Einkaufszentrum den Autoverkehr fördere. Es sei illusorisch anzunehmen, Berufspendler in Bus/Bahn würden auf ihrem Nachhauseweg einen Zwischenstopp zum Einkaufen einlegen oder Kunden würden bewusst mit dem Zug nach Liwingen fahren. (RoNa)