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Maria Scheppach, Präsidentin in spe von „Koplescht, fréier an hott“

Foto aus dem Archiv von Romain Pansin: Koplescht am Joer 1905


Kopstal: Bei der im Jahre 2008 vom damaligen Bürgermeister Guy Linster ins Leben gerufenen Vereinigung „Koplescht, fréier an hott“ geht eine Ära zu Ende. Jos Junck, Mitbegründer sowie über sieben Jahre markanter Präsident und eigentlich Urgestein der Geschichtsfreunde Kopstal verzichtete in der diesjährigen Generalversammlung auf ein neues Mandat. Mit Jos Junck tritt ein Mann der ersten Stunde und engagierter Geschichtsforscher aus einer leitenden Vereinsfunktion, die er stets im Interesse der Kopstaler Vergangenheit und ihrer historischen Erinnerungskultur verstand. Er wird aber weiterhin im Vorstand bleiben und aktiv mitarbeiten.

Es ist zurzeit nicht unbedingt die Stunde der Geschichtsfreunde und ihres Vereinslebens. In den vergangenen Covid-Monaten waren mehrere Aktivitäten geplant, die aufgrund der Pandemie verschoben werden mussten. Allerdings blieben die Vorstandsmitglieder nicht untätig. Versammlung wurden virtuell abgehalten, in guter alter Tradition wurden alle sechs Monate Broschüren veröffentlicht, immer wieder gefüllt mit interessanten, gut aufgearbeiteten Themen zur lokalen Chronik wie die Mühlen im Mamerdall oder auch die Eingewanderten und ihre Lebensgeschichten. Auch die traditionelle Generalversammlung ging virtuell über die Bühne, die Abstimmungen erfolgten reibungslos digital oder per Korrespondenz mit im Schnitt 98 Prozent Zustimmung der immerhin 129 zugeschalteten Mitglieder. Ohne Gegenstimme wurde der Verwaltungsrat bestätigt, die 13 Mitglieder werden in der ersten Vorstandsitzung die Vize-Präsidentin Maria Scheppach als einzige Kandidatin offiziell zur neuen Vorsitzenden bestimmen.

Bedauert wird die Covid bedingte Verschiebung der alljährlichen kunsthistorischen Wanderung, die diesmal nach Ansemburg ins Eischtal führen sollte mit einer Besichtigung des im französischen Barockstil angelegten Schlossgartens sowie des Arbeitsgebietes „Schmëttebësch“, wo einst viele Kopstaler Kohlenbrenner und Fuhrleute Arbeit fanden.

Während der Pandemie-Monate bemühen sich die Kopstaler Geschichtsfrënn, die Corona-Entwicklungen vom Blickwinkel einer späteren Geschichtsschreibung zu betrachten, wobei das Dokumentieren der Gegenwart in Zukunft einen aufschlussreichen Rückblick auf ein Kopstal unter Covid-Zwang, seine gesellschaftspolitische Entwicklung und Alltagsgeschichten in den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 ermöglichen soll.

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