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Kampf dem Mistelbefall an Obstbäumen

Seit Jahren breitet sich die Laubholzmistel auf den Streuobstwiesen immer mehr aus. Vor allem Apfelbäume dienen als Wirtspflanze. Verbreitung findet die Mistel durch verschiedene Vogelarten, welche die Mistelbeere fressen und die Samenkörner unverdaut wieder ausscheiden. Landen die Samen im Kot auf Ästen oder Zweigen von Bäumen, bleiben sie kleben und beginnen zu keimen.
Die starke Ausbreitung der Mistel ist durch mangelnde Pflege alter Streuobstwiesen zurückzuführen. Die Mistel entzieht dem Baum Wasser und Mineralstoffe. Stark befallene Bäume sterben auf Dauer ab.
Oft wird behauptet, die Mistel stehe unter Naturschutz. Doch dem ist nicht so! Obstbäume dürfen bedenkenlos von Mistelbefall befreit werden.
In Luxemburg sind bereits tausende Obstbäume durch Mistelbefall eingegangen. Obstbaumbesitzer müssten gesetzlich dazu verpflichtet werden, den Mistelbefall zu bekämpfen, da die Verbreitung sonst nicht eingedämmt werden kann und ein nationaler Aktionsplan tut Not. Oft sieht man, dass bereits sehr junge Bäume befallen sind. Deren Schicksal ist unweigerlich besiegelt.
„D’Frënn vum Brennerei-Müsee“ aus Kehlen setzen sich seit geraumer Zeit dafür ein, um Obstbäume vom Mistelbefall zu befreien. Damit solche Aktionen auf Dauer Erfolg haben, müssten andere ihrem Beispiel folgen, denn die Mistelverbreitung lässt sich nicht am Grenzzaun aufhalten.