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Die Umsetzung des Artenschutzplanes STEINKAUZ zeigt zunehmende Erfolge

Erschreckende Zahlen, abnehmender Steinkauz- Bruten hatte die biologische Station „ Sicona“ dazu bewegt, die Umsetzung des Artenschutzprojekts als eine der ersten großen Projekte landesweit durchzuführen. Der Steinkauz ist übrigens der kleinste unserer fünf einheimischen Eulenarten, lebt und brütet in Höhlen und Nischen von Bäumen oder Gebäuden und legt zwischen drei und fünf Eier im Jahr. Er ist ein Nachtjäger und wird erst bei Nachtdämmerung aktiv. So wurde bereits im Jahr 1999 eine systematische Erhebung der Steinkauz Reviere in 13 Gemeinden des Naturschutzsyndikates Sicona- Westen durchgeführt. Nach der Gründung der Sicona- Zentrum im Jahr 2000 wurde die Kartierung nach Norden ausgedehnt und in diesem Kontext noch zusätzlich Nachbargemeinden des Sicona- Westen bearbeitet. Ein Jahr später konnte noch ein Vorkommen in der Gemeinde Beckerich entdeckt werden. Dieser kleine Restbestand war der Ausgangspunkt für das Schutzprojekt, das seit dem Jahre 2000 konsequent umgesetzt wird. So werden alle Steinkauz Reviere schon seit mehr als 10 Jahren überwacht, die Präsenz der Tiere überprüft und die Bruten beringt. Parallel zur Überwachung der Population wurden Schutzmaßnahmen umgesetzt. Dies war an erster Stelle das Anbringen von speziellen Brutkästen für den Steinkauz. Hier wurden verschiedene Systeme ausprobiert und so funktionierte bei neuen Modellen der Marderschutz auch sehr gut, da Steinkauz Bruten durch die Prädation von Steinmardern sehr gefährdet ist und dadurch die Verluste von den Kleintieren auch verringert werden. Auch hier mussten intensive Erfahrungen gesammelt werden, um sicher zu gehen, dass das Revier für den Steinkauz attraktiv ist und auch gern angenommen wird und hier auch gleichzeitig nicht zu viele Gefahren drohen. Die Bruten schwankten bis zum Jahr 2007 immer zwischen fünf und sieben, doch im Jahr 2008 gelang erstmals ein Sprung auf über 10 Bruten und bereits im Jahr 2011 war erfreulicher Weise ein weiterer Anstieg auf 17 Bruten zu verzeichnen. Dabei haben sich die Bestände in der Region des Sicona- Zentrum besonders gut erholt. Heute hängen knapp 400 Brutröhren in 42 Gemeinden des Landes. So konnten dieses Jahr 55 Jungvögel beringt werden, so dass Hoffnung besteht, dass sich der Steinkauz Bestand auch in Zukunft und ebenso in anderen Regionen des Landesmithilfe weiter erhöhen wird und noch weitere Reviere entstehen werden. Dass für ein solches Artenschutzprojekt, wie zum Beispiel für den Steinkauz, für solche Rettungsaktionen, Einsatz, Ausdauer und Geduld absolut gefragt sind, zeigt dass sie sehr lohnend sein können. Auf Einladung der Gemeinde Beckerich versammelten sich dieser Tage auf Gelände der Familie Birkel- Hemmer in Hüttingen, Minister Marco Schank, Fernand Etgen, Vorsitzender von Sicona- Zentrum, Oberförster Jeannot Jacobs, Fernand Schoos vom Naturschutzsyndikat Sicona, Förster Christian Engeldinger, die Vertreter der Nachbargemeinde Redingen sowie die Familie Birkel, um sich ein Einblick von der erfolgreichen Geburt und Aufzucht von gleich drei jungen Steinkäuzen in einem speziell dafür aufgestellten Brutkasten zu verschaffen. Schöffe Thierry Lagoda ging auf die Artenvielfalt in der Gemeinde Beckerich ein, die dank der Unterstützung des Naturschutzsyndikates Sicona auf einer soliden Vertrauens- und Unterstützungsbasis mit ihrer großen Erfahrung beruht um den Tieren die nötigen Lebensraum zu bieten zu bieten . Als Präsident der Sicona- Zentrum bedankte sich Fernand Etgen seinerseits bei der Gemeinde Beckerich für die Bemühungen die sie als Vorreiter auf dem Gebiet des Naturschutzsyndikates mit vielen Aktionen in die Wege zu leiten wussten, genau so wie er sein aufrichtiger Dank an delegierter Nachhaltigkeitsminister und derzeitigen Bürgermeister Marco Schank richtete, die zur Umsetzung des Artenschutzplans Steinkauz und ebenso dem Sicona mit den Gemeinden den Stellenwert zu geben den sie verdient haben. So sei man besonders erfreut bei dieser Besichtigung die Umsetzung dieses Aktionsplanes besonders hervorzuheben. Eine Umsetzung die in den vergangenen Jahres zum Erfolg führte. Auch Minister Marco Schank zeigte sich erfreut dass diese Aktion zu einem positiven Resultat führen konnte und beglückwünschte das Naturschutzsyndikat Sicona für ihren Einsatz im Dienste von Natur und Tier. Mit der Beringung der kleinen Steinkäuze wurde die Besichtigung in Hüttingen beschlossen.
( FOTOS: CHARLES REISER)