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Den Menschen zur Freude und Gott zu Ehren

Verbunden mit einem Konzert wurde am vergangenen 11. November die neue Orgel in der Hüncheringer Pfarrkirche eingeweiht.

An der Feierlichkeit nahmen zahlreiche Gläubige, Mitglieder der Kirchenfabrik, des Piusverbandes und, als Verantwortliche der Gemeinde Bettemburg, Bürgermeister Laurent Zeimet mit den Schöffen Josée Lorgé und Gusty Graas teil.

Michèle Wahl, Präsidentin der „Chorale Ste-Cécile Hünchereng-Fenneng-Näerzeng“, drückte die Freude des Chores über die neue Orgel aus, ein Herzenswunsch, der jedoch auf Grund der hohen Ausgabe zwei Jahre lang zurückgestellt wurde. Als jedoch die Kirchenfabrik ihre Unterstützung versprach, entschloss man sich aus finanziellen und Platzgründen für ein elektronisches Instrument, das höchsten Ansprüchen gerecht werden kann.

„Zu schönem Gesang gehört auch eine gute Begleitung“, führte die Rednerin aus. Es handelt sich um eine Johannus-Ecclesia D350-Orgel mit 40 Registern und drei Manualen, die barocke, romantische und sinfonische Stimmungen auszudrücken vermag. Das Instrument wurde von der Firma Kelly aus Niederanven zum Preis von 24 000 Euro erstanden.

Bevor Dechant Edmond Ries auf der Empore die Segnung des neuen Kircheninstrumentes vornahm, sprachen Pastoralreferent René Schumacher und Diakon Léon Weber Segensgebete, in denen es mit Bezug auf die Orgel heißt „… si séngt a spillt d‘Lueflidd op däi Numm“ und dass Gesang und Musik den Menschen zur Freude und Gott zu Ehren dienen. Gastorganist Claude Clement hatte die Ehre, die Orgel zum Leben zu erwecken. Chormitglied René Karel erläuterte das Vorgehen des Organisten, der die einzelnen Instrumente und Register nach dem Choral „Nun danket alle Gott“ eindrucksvoll nacheinander vorstellte, bis die volle Klangfarbe den Gottesraum ausfüllte und begeisterten Applaus hervorrief. „Präludium und Fuge“ von Johann Caspar Simon ergänzte das Orgelkonzert, bevor die Sänger die anspruchsvolle „Messe en Ré majeur“ von Antonin Dvorák (1841-1904), ein Meisterwerk der Spätromantik, einfühlsam vortrugen, das vor 125 Jahren uraufgeführt und vom Komponisten als sein Bekenntnis zu Glaube, Hoffnung und Liebe bezeichnet wurde. Der Chor stand unter der Leitung von Josée Schmitz und wurde von Claude Clement an der Orgel begleitet und von den Solisten Barbara Hall (Sopran), Christiane Feinen (Alt), Raymond Majerus (Tenor) und Arthur Stammet (Bariton/Bass) unterstützt.

Ferd Schneider, Präsident der Kirchenfabrik, drückte anschließend dem Chor mit den Solisten, der Dirigentin, dem Vorstand und dem Organisten seine Anerkennung für die würdige, arbeitsintensive Darbietung aus, bevor die Orgel die Feier mit „Fanfare“ von Nicolas Jacques Lemmens beschloss.

Beim anschließenden Empfang, angeboten von der Gemeindeverwaltung, drückte auch Bürgermeister Laurent Zeimet allen am Gelingen des Projektes Beteiligten seinen Dank und Respekt aus und stellte eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde in Aussicht, indes Chorpräsidentin Michèle Wahl die Anwesenden mit einer Scheckübereichung an die Kirchenfabrik überraschte. Die Sammlung in der Kirche hatte 1 230 Euro eingebracht, die vom Chor nun auf 5 000 Euro aufgestockt wurde. Weitere Spenden an die Kirchenfabrik Hünchering können über das Konto CCPL LU IBAN LU78 1111 1960 3595 0000 getätigt werden. (AgKra)