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Déi Lénk Hesper bezahlbarer wohnraum


Wohnen ist ein Menschenrecht. Doch
in Luxemburg finden viele Menschen
keinen bezahlbaren Wohnraum mehr.
Die geforderten Mietpreise für eine
Wohnung mit drei Schlafzimmern lagen
Ende 2010 bei durchschnittlich 1.666
Euro (Appartement) und 1.841 Euro
(Haus).* Dazu kommen stark gestiegene
Preise für Wasser, Heizung und Strom,
so dass die Wohnkosten für manche Familien
höher sind als der unqualifizierte
Mindestlohn von 1.757 Euro brutto!
Die Kaufpreise sind seit 2005
um 20% gestiegen. Für eine
Wohnung mit drei Schlafzimmern
wurden Ende 2010 durchschnittlich
458.271 Euro (Appartement)
und 540.550 Euro
(Haus) verlangt.* Dies bleibt für
viele Menschen unbezahlbar.
Wegen der überhöhten Mieten
und Kaufpreise verarmen immer
mehrMenschen in Luxemburg.
Viele junge Erwachsene müssen
noch bei ihren Eltern wohnen
oder wandern ins Ausland ab,
weil sie sich hier keine Wohnung
leisten können. So kann es nicht
weitergehen.
déi Lénk wollen die überteuerten
Mieten und
Kaufpreise sowie die
Immobilienspekulation
wirksam bekämpfen.
*Source: Ministère du Logement -
Observatoire de l’Habitat
1. Mehr bezahlbaren
Wohnraum schaffen!
Die Gemeinden müssen endlich
eine aktive Politik betreiben, die
in großem Stil neuen bezahlbaren
Wohnraum schafft. Dazu
brauchen wir kommunale und
regionale Gesellschaften für sozialen
Wohnungsbau, die durch
einen Wohnungsbaufonds finanziert
werden. So werden wieder
vermehrt bezahlbare Wohnungen
geschaffen.
2. Die Wirtschaft
durch Wohnungsbauprogramme
ankurbeln!
Der Wohnungsbau schafft viele
Arbeitsplätze in einer Vielzahl
von Gewerben. Deshalb brauchen
wir gerade jetzt ein öffentliches
Wohnungsbauprogramm.
déi Lénk schlagen vor, jährlich
2.000 zusätzliche Wohnungen
durch die öffentliche Hand zu
bauen (10.000 in fünf Jahren),
um den Nachholbedarf aufzuholen
und den Druck von den
Marktpreisen zu nehmen.
3. Die Gemeinden in
die Verantwortung
ziehen!
Wir wollen den Gemeinden gesetzlich
vorschreiben, dass mindestens
10% aller Wohnungen
auf ihrem Gebiet soziale Mietwohnungen
sein müssen. Der
Verteilungsschlüssel der öffentlichen
Gelder an die Gemeinden
soll so geändert werden, dass
die Gemeinden belohnt werden,
die bezahlbaren Wohnraum
schaffen und die bestraft, die es
nicht genügend tun.
Innovative Wohnbauprojekte
entwickeln.
Neubauten oder Renovierungen, die Zukunft liegt in ökologischen
Projekten die wenig an Energie verbrauchen und kleine
Baugrundstücke benötigen. (Niedrigenergie- und Passivhäuser).
Gleichzeitig sollen neue Formen von Wohnraum geschaffen
werden, die behinderten und betagten Menschen soweit
wie möglich ein autonomes Leben ermöglichen.