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mARTelange 2016: Eisen, Feuer und etwas mehr Regen

Am vergangenen Sonntag, den 22. Mai 2016, zu Anlass des internationalen Museumstages, fand mARTelange 2016 im Schiefermuseum statt. Ganz im Zeichen von Feuer und Eisen, dem Motto des Tages, hauchten die Schmiedemeister Jean Bichel und John Kieffer der Stater Schmatten zusammen mit ihren Kollegen und Teilnehmern des Schmiedelehrgangs den alten Werkstätten der früheren Schieferindustrie von Haut-Martelange neues Leben ein. Es war der letzte Tag der jährlichen Weiterbildungskurse in der Schmiede des Schiefermuseums an dem auch offiziell die Diplome ausgehändigt wurden.
Neben den Ausstellungen und Vorführungen in der Schmiede hatten die Frënn vun der Lee, Verwalter des Museums, mehrere Künstler und Handwerker eingeladen, zum Thema Eisen und Feuer auszustellen. Rost auf Leinwand und Keramik mit Rosteffekt hieß es auf dem Stand von Monique Wszola-Brack und Denise Lahier. Marcel Bombardella, der viel mit ausgedienten Metallgegenständen der Eisenerzindustrie arbeitet, stellte Skulpturen aus Stahl aus. Anne-Marie Wagener von CNC-Tech brachte Kunstwerke aus gefrästem Stahl, Alu, und Inox mit. Die Künstlerin Sizaire Nadine bot Schmuckkreationen im Metall an. Guy Hienckes verkaufte Damaszenerstahl, zu kunstvollen Messern verarbeitet, an und der Besucher konnte sich Messer bei ihm schleifen lassen. Vincent Seyll stellte Photographien zum Thema "Le passé et le présent" rund um eiserne Zeitzeugen der Schieferindustrie aus. Ein Ausstellungsstand der Firma Besenius aus Mertzig, der offizielle Sponsor dieses Tages der Offenen Tür, rundete die Ausstellung mARTelange, ein Tag von Feuer und Eisen im Schiefermuseum ab.
Obwohl das Wetter sintflutartige Regenfälle über Obermartelingen hereinbrechen ließ, besuchten dennoch rund 200 Gäste das Freilichtmuseum, folgten den angebotenen Führungen und stiegen in den unterirdischen Stollen Rosset hinab. Zwischen dem emsigen Treiben in der Schmiede, dem Grillangebot mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen rund um den Bopebistro und den Ausstellern, die alle einen regenfesten Unterschlupf im früheren Spalthaus gefunden hatten, konnte das Wetter dem Publikum im Schiefermuseum nichts anhaben.