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Im Gedenken vereint Frënn vun der Lee feiern Barbara-Tag

Das zweite Adventswochenende 2014 wird in der Geschichte der „Frënn vun der Lee“ sowie des Schiefermuseums von Obermartelingen eine herausragende Stellung einnehmen. So fand an diesem Wochenende der zweite Weihnachtsmarkt und die Feier zu Ehren der heiligen Barbara statt, doch eindeutiger Höhepunkt war die Einweihung und Einsegnung eines Gedenksteins in Erinnerung der verstorbenen „Leekëpperten“ und Mitglieder der „Frënn vun der Lee“, die das Areal der ehemaligen Schiefergruben vor der Zerstörung retteten.

Rückblende: Im ehemaligen Spalthaus „Johanna“ fand anderthalb Stunden vorher die Messe für Barbaratag statt. Minister Fernand Etgen, der Abgeordnete Aly Kaes, Bürgermeister Antoine Rodesch sowie die Gemeinderäte Marcel Maack, Myriam Meckel-Picard, Norbert Pletschette und viele Mitglieder verfolgten den von Pfarrer Joël Santer gehaltenen Gottesdienst, der ganz im Zeichen der Bedeutung des Lebens der heiligen Barbara für Berg- und Feuerwehrleute sowie aus den daraus zu ziehenden Lehren stand. Für die gekonnte gesangliche Umrahmung sorgten der Gesangverein Wolwelingen, verstärkt um Sänger des Gesangvereins der Gemeinde Rambrouch.

Nach der Messe bewegten sich die Gäste und die Mitglieder der „Frënn vun der Lee“ zum Eingang des Schiefermuseums. Dort wurde die von der Gönnerin Christiane Mathey finanzierte Gedenkplakette, die an einem mächtigen Schieferblock angebracht ist, enthüllt. Gemeinsam mit der edlen Spenderin entfernten Minister Fernand Etgen sowie Bürgermeister Antoine Rodesch das einhüllende Tuch: „A nos chers ardoisiers et aux sauveurs du site“ lautet die so einfache wie zutreffende Inschrift. Anschließend dankte Fernand Etgen im Namen der Regierung den „Frënn vun der Lee“ für ihren langjährigen Einsatz und ging auf die Geschichte der Vereinigung ein, die sich seit 1992 für den Erhalt des in Europa einzigartigen Industrieensembles einsetzt. Angesichts dieser Lobpreisung ist es allerdings doppelt schade, dass der Staat auch die in Obermartelingen vorgesehenen Investitionen gestrichen hat.

Anschließend segnete Joël Santer das Monument ein und nach dem musikalischen Intermezzo einer Abordnung der Musikgesellschaft Holtz fand in der ehemaligen Besitzer-Villa der Schiefergruben der Ehrenwein statt, den die Gemeinde Rambrouch anbot.

Am späten Nachmittag öffneten erneut die Chalets und Stände des Weihnachtsmarktes ihre Pförtchen und Türchen. Bis spät in den Abend hinein erfreute sich Gross und Klein an Speis, Trank und den vielen herrlichen Geschenkideen des "Chrëcshtmaart op der Koll 2014".