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Eine Gattersäge zum Geburtstag

„Frënn vun der Lee“ hielten ihre diesjährige Generalversammlung ab

Zu der im Festsaal von Holtz abgehaltenen Generalversammlung konnte Präsidentin Agnes Hoogenhout Bürgermeister Toni Rodesch sowie die Gemeinderäte Norbert Pletschette, Marcel Maack und Myriam Picard begrüßen. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder und Leekëpperten blickte Sekretär Daniel Michels auf die wichtigsten Ereignisse 2016 im Vereinsleben und im Schiefermuseum von Obermartelingen zurück.

So fanden im Schiefermuseum im Laufe des vergangenen Jahres erneut das Kunstfestival mARTelange, ein Schmiedekurs, das Erlebnis- und Musikfestival „Koll an Aktioun“ statt, die alle großen Zuschauerzuspruch kannten und sich mittlerweile einen festen Platz im Kalender verschafft haben. Ebenso wie der Weihnachtsmarkt am ersten Advent oder die Barbarafeier zu Ehren der Leekëpperten im Dezember. Zudem waren die Gebäude in Obermartelingen erneut Kulisse für Dreharbeiten. So entstand der aktuell im Kino angelaufene Film „Es war einmal in Deutschland“ teilweise in Obermartelingen.
Neben den ehrenamtlichen Arbeiten im Schiefermuseum von Obermartelingen waren die „Frënn vun der Lee“ auch regional und international eingebunden. So war man bei der Einweihung der Maison de l’Ardoise in Rimogne (F) vertreten, der Vereinsausflug im Herbst führte nach Sprimont und Durbuy.

2016 wurden in Obermartelingen etliche Vorarbeiten im Hinblick auf die Schaffung eines ganzjährig offenen Museums erledigt, beziehungsweise begonnen. Dazu gehörten das Verlegen eines Abwasser-, bzw. Oberflächenwasserkanals, der Bau einer Staumauer und die Erneuerung der Rue du Faubourg. An den Gebäuden wurde vor allem an der Verwirklichung des Gebäudes des künftigen „Bopebistro“ sowie an der Restaurierung des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen Schiefergruben gearbeitet. Die Arbeiten fanden in Zusammenarbeit mit Sites et Monuments sowie der Gemeinde Rambrouch statt.
An Besuchern zählte das Schiefermuseum in der vergangenen Saison zwischen Ostern und November insgesamt 3325 Personen, davon 901 Kinder , die während der Ferienaktivitäten und Schulausflügen einen ganzen Tag im Schiefermuseum verbrachten. Zu den Besuchern zählten auch Kultur-Staatsekretär Guy Arendt und Tourismus-Staatssekretärin Francine Closener, die sich über die Einmaligkeit und das Potential der ehemaligen Schiefergruben als internationaler Tourismus-Leuchtturm für Luxemburg überzeugten.

Anschließend stellte Kassierer Yves Rommes den umfangreichen Kassenbericht dar, in dem sich die vielen Aktivitäten niederschlugen und mit einem positiven Betrag abschloss. Die Kassenrevisoren Jo Trojan und Alphonse Ketter bescheinigten eine mustergültige Buchführung und baten um Entlastung, die auch per Akklamation von den über 40 anwesenden Mitgliedern gewährt wurde. Bei der teilweisen Neuwahl des Vorstands waren Agnes Hoogenhout, Doris Thilmany und Roby Zigrand austretend und wieder wählbar. Aufgrund fehlender Kandidaturen wurde das Mandat der drei per Akklamation bestätigt.

Danach stellte Präsidentin Agnes Hoogenhout die wichtigsten Programmpunkte 2017 vor: So ist das Museum für Besucher(gruppen) ab Ostern geöffnet, am 5. Mai wird das „Bopebistro“ eröffnet, am Pfingstwochenende findet die nächste Auflage von „Koll an Aktioun“ statt. Am 1. Oktober wird gemeinsam mit den Mitgliedern das 25-jährige Bestehen des Vereins gefeiert, der Weihnachtsmarkt am ersten Advent und die Barbara-Feier schließen das reichhaltige Programm von Verein und Schiefermuseum ab; zudem ist das Museumsgelände 2017 erneut Kulisse für einen Filmdreh.

Als besondere Aktion 2017 steht der Transport mehrerer Maschinen für die Bestückung des ehemaligen Plattenwerks an. Beim Plattenwerk handelt es sich um das Gebäude, in dem früher die Schieferblöcke zu Grabplatten, Fensterbänken oder Spülsteinen verarbeitet wurden. Bei den Maschinen handelt es sich um eine 2,35 Meter hohe Kreissäge mit acht Meter langem Gleittisch, eine drei Meter hohe Poliermaschine sowie um eine 6,5 Meter lange Gattersäge, wobei das dazugehörige Schwungrad einen Durchmesser von 13 Metern hat. Angesichts des komplizierten Ab- und Aufbaus sowie Transports können die Arbeiten nur von spezialisierten Firmen durchgeführt werden. Neben Vorbereitungsarbeiten an den Fundamenten des Plattenwerks über 16 000 Euro beläuft sich der Kostenvoranschlag für den Transport auf rund 50 000 Euro. Dementsprechend bitten die Frënn vun der Lee ihre Mitglieder und Freunde um Spenden, die auf das Konto CCPLLULL IBAN LU60 1111 1201 9007 0000 überwiesen werden können.

In der abschließenden freien Aussprache wurde Vereinsgönnerin Christiane Mathey für die generöse Unterstützung gedankt und Bürgermeister Toni Rodesch blickte auf die gute Zusammenarbeit mit den FvdL und dem Museum zurück, das sich mittlerweile zu einem kleinen Unternehmen gemausert habe und mit seinen Aktivitäten nicht mehr aus dem Leben der Gemeinde Rambrouch wegzudenken sei. Ein vom Verein angebotener Ehrenwein beendete die Generalversammlung. dm

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