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Dag vun der Lee 2014, Publikumsmagnet Schiefermuseum feiert Tag der Offenen Tür

Der Dag vun der Lee 2014, der traditionelle Tag der Offenen Tür im Schiefermuseum Haut-Martelange bewies wiederum das enorme Potential dieses einmaligen Museumsgeländes im Westen unseres Landes. Über 800 Besucher aus allen Teilen des Luxemburger Landes wie auch aus der Belgischen Wallonie strömten bei herrlichem Wetter am vergangenen Sonntag, dem 18.Mai 2014, auf das 8ha große Museumsgelände, das neben der kompletten Infrastruktur einer Industrie um 1900 zudem auch noch ein ganzes Dorf bestehend aus der ehemaligen Villa mit Jagdchalet des Besitzers sowie deren Pferdeställen und Scheunen und den Wohnhäusern der Schiefergrubenarbeiter umfasst.

Wie gewohnt führte der Schiefergrubenarbeiter am Dag vun der Lee sein Können im Zurichten der unbehauenen Schiefersteine vor genau wie die Gruppe Schmiedearbeiter und -meister, die ihr Handwerk an 5 Feuerstellen beeindruckend in Szene setzten. Einschreiben musste man sich für einen Besuch der unterirdischen Grube Rosset, da die Warteschlange für die halbstündigen Führungen in den alten Stollen in kleinen Gruppe anders nicht zu meistern war.Den ganzen Tag über verteilt gab es reichlich aktive Unterhaltung an den zahlreichen Ständen. De Kinder malten auf Schiefer, arbeiteten bei der Hammer-Ausstellung an einer Fädelgrafik, wuschen Gold, übten sich im Stricklieseln, brieten Stockbrot bei den Pfadfindern, fuhren Zug, zogen frische Kerzen aus Wachs und fädelten Perlentiere ein. Andere Stände faszinierten bei Zuschauen : Jean Ney aus der Thillenvogtei zimmerte eine Leiter wie in alten Zeiten, ein Industriezug fuhr im Maßstab 1:43.3 durch eine Miniaturschiefergrube, die Vannerie de Zoufftgen arbeitete an ihrem Stand mit Weidenruten an wunderbar geflochten Körben, Pierrette Holzmacher stellte Acrylmalereien aus und Mariette Leuck beeindruckte durch ihre Sammlung an Alphabeten in Stickarbeit aus verschiedenen Gegenden und Epochen. Respektvoll schauten die Besucher auch Elsa Magrey über die Schulter, die an ihrer monumentalen Skulptur aus einem 2 Meter hohen Martelinger Schieferstein arbeitete und bestaunten ihre einzigartige Ausstellung aus Schieferskulpturen. Diese Ausstellung ist noch in der nächsten Woche geöffnet, mittwochs bis freitags zwischen 14:00 und 18:00 Uhr sowie am Samstag, dem 24.Mai und am Sonntag, den 25.Mai zwischen 10:00 und 18:00 Uhr. Auch hier wird Elsa Magrey weiter an ihrer Schieferskulptur arbeiten.

Ein besonderer Moment für die Frënn vun der Lee, die Organisatoren des Dag vun der Lee und Betreuer des Schiefermuseums, war die offizielle Enthüllung einer beidseitig bedruckten Plane im Spalthaus Johanna. Auf jeder Seite sieht man eine andere Aufnahme aus eben diesem Spalthaus von früher als noch um die 120 Spalter und Hauer allein in diesem Gebäude rohe Schiefersteine zu Dachschieferplatten verarbeiteten. Mme Mathey-Schneider Christiane, die langjährige Gönnerin des Vereins, hat den Frënn vun der Lee a.s.b.l. zusammen mit weiteren Werbeprodukten fürs Museum diese überdimensionale Plane (4m x 2,5m) geschenkt. Sie wird dem Besucher, der das Spalthaus betritt um dem Leekëppert bei der Vorführung seines Handwerks zu zu sehen, einen realistischen Einblick in das Leben und Arbeiten der damaligen Zeit vermitteln. Musikalisch wurde der Tag durch die stimmigen Einlagen auf Zug und zu Fuß der Päreler Power Blech Bläser festlich, zugleich aber auch lustig und entspannt untermalt.
Ein eindrucksvoller Tag für Groß und Klein!