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„Hasseler Mord“ vor Gericht

Der Fall um den Mord in Hassel an Allerheiligen 2010 wird im Herbst dieses Jahres vor Gericht verhandelt werden.

Dies erfuhr das „Luxemburger Wort“ von Justizpressesprecher Henri Eippers. Der Prozess wird am 1. Oktober seinen Anfang nehmen und während zwölf Sitzungen, sprich drei Wochen verhandelt werden. Fast drei Jahre wird es dann beim Prozessauftakt her sein, dass am 1. November 2010 in Hassel die Leiche eines 69-jährigen Mannes in seinem Anwesen „Um Killebierg“ aufgefunden worden war. Der Mann soll mit zwei Axthieben erschlagen worden sein.

Die Hintergründe der Tat sind nicht vollends bekannt. Der mutmaßliche Täter sowie zwei Männer, die den Mord in Auftrag gegeben haben sollen, werden sich aber nun im Oktober vor der Kriminalkammer Luxemburg verantworten müssen. Einer der Männer, die sich wie auch das Opfer in der Homosexuellen-Szene bewegten, soll der Liebhaber und spätere Adoptivsohn des Opfers sein. Der heute 46-Jährige wurde ebenso wie ein 39-jähriger Freund im März 2011 nahe Paris verhaftet. Diese beiden Männer gelten als Auftraggeber des Mordes. Der mutmaßliche Täter wurde in etwa zur gleichen Zeit in Luxemburg festgenommen.

Eine vierte Person – eine Frau, die verdächtigt wurde, sich in dieser Sache der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht zu haben, weil sie von der geplanten Tat Kenntnis gehabt haben soll – nahm sich kurz nach den ersten Anschuldigungen das Leben.

Der Fall sollte bereits im November 2012 vor Gericht verhandelt werden, wurde allerdings aufgrund prozeduraler Begebenheiten wieder von der Agenda genommen.

(ARCHIVBILD: STEVE REMESCH)