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1978: Neumünster im Grund soll wieder Benediktiner Abtei werden!

Man schreibt das Jahr 1978:

Im Luxemburger Kulturministerium kommt eine Arbeitsgruppe zusammen.

Aufgabe dieser Gruppe: Der Regierung Vorschläge unterbreiten: Was in der Unterstadt Grund mit dem ehemaligen Frauengefängnis (Hospiz) und in dem ehemaligen Männergefängnis (Neumünster) geschehen soll!?


Die Arbeitsgruppe präsidiert Constant Gillardin, Direktor der Öffentlichen Bautenverwaltung. Das Kulturministerium ist vertreten durch Direktionsrat Raymond Weber und Hauptinspektor Roger Manderscheid. Das katholische Bistum durch Chanoine Michel Schmitt. Die Union Grand-Duc Adolphe durch Generalsekretär Henri Schumacher.


Von erster Minute an besteht Übereinstimmung, dass in das ehemalige Hospiz das Naturmuseum angesiedelt werden soll.


Was Neumünster angeht, so nimmt die Arbeitsgruppe zu Kenntnis, dass es der ausdrückliche Wunsch von Kulturminister Robert Krieps ist, die ehemaligen Klostergebäude dem Benediktinerorden als Abtei zur Verfügung zu stellen. Chanoine Michel Schmitt übernimmt die Aufgabe, festzustellen, inwieweit dieser Vorschlag realisierbar ist.


In der darauffolgenden Sitzung berichtet Chanoine Schmitt, dass der Abt der Benediktiner Abtei in Clerf diesem Vorschlag eine Absage erteilt, dies aus Mangel an Nachwuchs im Benediktinerorden.


Worauf die Arbeitsgruppe mit großem Interesse zu Kenntnis nimmt, dass Kulturminister Robert Krieps, nach dieser Absage, die Auffassung vertritt, dass das Gbäudekomplex als nationales Kulturzenter dienen soll. In welches die Vereine der Unterstädte einen festen Platz haben sollen.


Es folgen im Jahr 1979 die Landeswahlen. Einstweilen ruhen die Arbeiten in der Gruppe. Nach 1984 nimmt die Kommission ihre Arbeiten wieder auf. Die Pläne zur Umwandlung des ehemaligen Hospizes in ein Nationales Naturmuseum nehmen konkrete Gestalt an. Und es besteht allgemeines Konsens über die Benutzung des ehemaligen Klosters Neumünster, einschliesslich Tutensaal und preussisches Hospiz, als Nationales Kulturzenter. Auch werden erste Gespräche über die vorzunehmenden Restaurationsarbeiten geführt.


Im Einvernehmen mit Norbert Stomp, Direktor des Naturmuseums, wird ein erster Kostenvoranschlag betr. Neugestaltung des ehemaligen Hospizes in der Münsterstrasse verabschiedet.


Die Regierung schliesst sich den Vorschlägen der Arbeitsgruppe an!