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Zeichen stehen auf Wechsel

Noch ist nicht entschieden, wie die künftige Mehrheit in Grevenmacher aussehen wird. Allerdings stand gestern Abend bereits fest, dass es nicht zu einer Fortsetzung der blau-roten Koalition kommt. Die DP verlor einen Sitz und kam auf drei. Die LSAP behielt zwei Mandate. Eine Mehrheit aus DP und LSAP ist rechnerisch nicht mehr möglich. Die CSV steigerte sich im Vergleich zu 2005 mit einem Plus von rund sieben Prozent. Sie blieb zwar bei vier Sitzen, doch sie ging gestern als klarer Sieger aus den Wahlen hervor. „Déi Gréng“ erhöhten von einem auf zwei Sitze. Das so genannte Zünglein an der Waage könnte Marcel Lamy gewesen sein. Der Rat war in der vergangenen Legislaturperiode für die DP am Start und ging 2011 für „Déi Gréng“ ins Rennen – und wurde wiedergewählt.

„Wir haben einen Auftrag von den Wählerinnen und Wählern erhalten“, sagte CSV-Spitzenkandidat Léon Gloden. Drei Gründe gab es aus seiner Sicht, die zum Erfolg führten. „Wir haben eine ganz gute Mannschaft, wir haben ein realistisches Wahlprogramm und schließlich ist es auch ein Bonus, wenn ein Abgeordneter auf der Liste steht“, erklärte Gloden. Die CSV hat die Wahl, mit welcher Partei sie nun die ersten Gespräche führen wird. Einiges deutet darauf hin, dass es „Déi Gréng“ sein werden, aber offiziell bestätigen wollte Gloden dies nicht.

Aly Gary von „Déi Gréng“ sagte, es wurde trotz Opposition gute Arbeit geleistet. Mit zwei Sitzen könne seine Partei nun die Mehrheit schaffen. Mit der CSV habe er noch nicht gesprochen, aber er geht davon aus, dass Schwarz und Grün sich schnell an einen Tisch setzen werden.

„Wir haben nun einen Sitz weniger“, sagte René Sertznig (DP) enttäuscht. Er könne allerdings noch nicht sagen, woran es gelegen habe. Die Wahlprogramme aller Parteien hatten die selben Prioritäten. Die LSAP verbuchte ein Minus von drei Prozentpunkten und landete somit auf dem vierten Platz. Die Sozialisten behalten aber ihre zwei Sitze. (jvdh)