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Eröffnung „Gutenberg revisited“ Kulturhuef

„Gutenberg revisited“ - die neue permanente Ausstellung über die Geschichte des Buchdrucks


Die grosse Eröffnung der neuen permanenten Ausstellung „Gutenberg revisited“ fand letzten Dienstag im Kulturhuef in Grevenmacher statt. Die Präsidentin Liane Felten und die Koordinatorin Monika Jakobs präsentierten das Projekt mit grosser Freude. Liane Felten hob die Rolle des Kulturhuefs als kulturelles Juwel der Moselmetropole Grevenmacher hervor. Die Gäste hatten ausserdem die Gelegenheit einen Blick in die neue Ausstellung zu werfen und wurden auf einigen Stationen über die faszinante Welt des Hochdrucks informiert. Des Weiteren wurde die neue visuelle Identität des Kulturhuefs mit neuem Logo, neuer Beschilderung und neuer Webseite vorgestellt. Überzeugen Sie sich selbst von den vielen Neuerungen im Kulturhuef, wo der Buchdruck weiterlebt.



Ab dem 4. Juli 2018 stellt sich die permanente Ausstellung über den Buchdruck im Luxemburger Druck- und Spielkartenmuseum unter dem Titel „Gutenberg Revisited“ mit vielen neuen Inhalten vor. Die Ausstellung wurde mit dem Label „2018 Année Européenne du patrimoine culturel #EuropeForCulture“ ausgezeichnet.


Die auf zwei Etagen angelegte Ausstellung präsentiert auf der ersten Etage übersichtlich und verständlich die Geschichte des Buchdrucks. Der zeitliche Rahmen wurde erheblich erweitert. Wurde bis dato die Zeitspanne von 1850 bis 1950 behandelt, umfasst die Ausstellung jetzt die Zeitspanne vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis ins 21. Jahrhundert. Eine anschauliche Timeline vermittelt diese Zeitspanne auf 14 großformatigen Infopaneelen mit Illustrationen und neuen Objekten. Ein Zeitstrahl überblickt die wichtigsten nationalen und internationalen geschichtlichen Ereignisse. International wurde der Buchdruck von Johannes Gutenberg 1452 mit dem Druck der Bibel begründet. In Luxemburg beginnt die Buchdruckgeschichte im Jahr 1598 mit dem ersten Druckerprivileg für Mathias Birton in der Stadt Luxemburg.


Die Ausstellung zieht auch eine Parallele zwischen den Auswirkungen der Erfindung des Buchdrucks und der heutigen Digitalisierung. Beide stellen revolutionäre Wendepunkte in der Gesellschaft dar.


Im Erdgeschoss befindet sich - wie zuvor - die beeindruckende Sammlung historischer Maschinen rund um den Buchdruck, wobei hier zwei besonders hervorgehoben werden: die Linotype, welche vor allem den Zeitungsdruck revolutionierte, und die Original Heidelberger Tiegeldruckpresse, welche den Höhepunkt in der Entwicklung des Tiegeldruckes darstellt. Bei beiden wird die Funktionsweise durch historisches Filmmaterial visualisiert. Aber auch die Geräusche der Maschinen im Betrieb sind beeindruckend; diese sind auf Knopfdruck abspielbar und das bei allen Ausstellungsstücken.


„Print is alive“. Denn wenn der Besucher oder Leser jetzt denkt, diese Maschinen haben ihre Zeit hinter sich, hat er weit gefehlt. Dem Museum liegt es am Herzen, den Hochdruck weiterleben zu lassen und so finden sowohl Kurse für jedermann als auch Künstlerresidenzen im Museum statt, in denen auch auf den historischen Pressen gearbeitet wird. Die im Rahmen von Künstlerprojekten entstandenen Werke werden im ExpoCube des Museums gezeigt. Aber auch die Besucher dürfen sich im Hochdruck versuchen und haben die Möglichkeit sich auf einer Handpresse ihr eigenes Souvenir selbst zu drucken.


Foto: Team Photo Design Grevenmacher-Remich