Wählen Sie Ihre Nachrichten​

„Minnefest“ lockte wieder zahlreiche Gäste nach Goesdorf

Der Schweiß lief ihnen an den schmutzigen Wangen entlang und die feuchte, dunkle Umgebung schrieb den kräftigen Männern eine finstere Miene ins Gesicht. Von 1743 bis 1938 schufteten etliche starke Männer in der Antimongrube im Wald nahe Goesdorf. Nach ihrer Stilllegung zerfiel die Mine jedoch und nur dank der hartnäckigen Arbeit des Gemeindesyndikats aus Goesdorf kann man sie heute wieder besuchen.

Und diese Gelegenheit nutzten zahlreiche Gäste aus dem ganzen Land, welche am Sonntag zum nun schon achten „Minnefest“ angereist waren. Sie durften in den fast 200 Meter langen Entwässerungsstollen der Grube eintreten und konnten den Öslinger Berg von innen bestaunen.

Neben der von John Mersch geführten Besichtigung der früheren Antimongrube, gab es aber auch noch eine ganze Reihe weiterer Animationen. So durften die kleinsten Besucher des Fests beispielsweise auf dem Rücken eines Esels der „Robbesscheier“ reiten oder sich von den Animateuren des „Office régional du tourisme“ ein farbenfrohes Bild ins Gesicht malen lassen. Die etwas älteren Kinder durften den „Staater Schmatten“ bei der Anfertigung eines Schmuckstücks zur Hand gehen, während die Eltern sich über Mineralien und Steine informierten.

Am frühen Morgen konnte man einen besonderen Glücksstein oder ein Mosaikbild kaufen und sich auch schon an einer Wanderung durch die Wälder Goesdorfs beteiligen. Musikant „Willy“ sorgte dann am Nachmittag für die nötige Stimmung im Herzen des Waldes, während das Gemeindesyndikat Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen servierte.

Dem Fest zu Ehren der Antimonmine war derweil am Freitag schon das altbekannte „Minnekonzert“ vorangegangen. Hier hatten die Gruppe „Säitesprong“ sowie der Sänger „Gollo“ ihr Publikum, welches trotz der nächtlichen Kälte vor der Freilichtbühne im Wald ausharrte, begeistert. Des Weiteren gab es am Freitag auch eine unterhaltsame Aufführung der „Géisdrëfer Theaterfrënn“ über eine Sage des „Jaasmännchens“ zu sehen. Dieser Halunke soll früher in der Gemeinde Goesdorf sein Unwesen getrieben haben und den Menschen Angst und Schrecken eingejagt haben. In der Aufführung am Freitag wurde er in die alte Antimongrube verbannt.

Ein Pendeldienst brachte die Gäste jeweils am Freitag und Sonntag vom Dorfkern zur Antimongrube. Am Sonntag gab es einen zusätzlichen Transfer zwischen Goesdorf und Goebelsmühle. So konnten die Gäste bequem und umweltfreundlich mit der Bahn zum Fest anreisen.(LR)