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Ausgrabungen durch heftigen Sturm behindert

Bereits zum 23. Mal veranstalten die „Georges Kayser Altertumsfuerscher“ aus der Gemeinde Koerich ein Zeltlager, um Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, an archäologischen Ausgrabungen teilzunehmen.

Die Auflage 2013, die beim gallo-römischen Gutshof von Goeblingen-Miecher stattfinden sollte, wurde aber in der Nacht zum 3. August durch einen heftigen Sturm stark behindert. Bäume wurden entwurzelt und fielen um, Zelte, eine Baubude, ein Auto und ein Traktor wurden zerstört. Aus Sicherheitsgründen musste das Jugendlager in letzter Minute abgesagt werden.

25 erwachsene Altertumsforscher ließen sich dennoch nicht entmutigen. Nachdem der Förster und seine Waldarbeiter den Zufahrtsweg zum Gutshof geräumt hatten, wurde noch die ganze Woche fleißig gegraben, so Präsident Jacques Bonifas bei Gelegenheit der Abschlussfeier im Beisein des Ausgrabungsteams und der Vertreter der Gemeinden Koerich, Kehlen und Mamer.

Im Kontext des Sturms erneuerte der Präsident den Wunsch nach der gesamten Rekonstruktion eines der Gebäude, das in solchen Fällen als Schutzhütte für die jungen Achäologen und als Empfangsraum für Schulklassen dienen würde. So hätten im vergangenen Schuljahr 220 Kinder die Ausgrabungsstätte in Goeblingen-Miecher besichtigt. Wenn ein solches Gebäude mit festen Mauern die aktuelle Hürde nicht schaffen könnte, sei das Jugendlager in Zukunft in Frage gestellt, so Jacques Bonifas. Abschließend dankte der Redner den Gemeinden und allen freiwilligen Helfern für ihre uneigennützige Unterstützung.

Anschließend konnten sich die Gäste von den Ausgrabungsarbeiten im neu entdeckten Gebäude umschauen, wo zahlreiche Mauerzüge freigelegt wurden. Erwähnenswerte Funde bei den Ausgrabungen waren Keramikscherben, Nägel, zwei römische Sesterzen, Gürtelbeschläge und Dachziegel. Die ehemalige Funktion des Gebäudes bleibt noch zu bestimmen. (LuWo)