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Denkzettel für Schöffenrat

Nach der massiven Kritik an der Politik der CSV/LSAP-Mehrheit seitens gleich mehrerer Bürgerinitiativen in Ettelbrück in den vergangenen Monaten konnte man das Verdikt der Wähler aus Ettelbrück und Warken mit einer gewissen Spannung erwarten. Es gab schließlich eine leichte Ohrfeige für beide Parteien, die jeweils einen Sitz verloren. Dennoch muss man feststellen, dass auch weiterhin immerhin noch eine große Mehrheit der Bürger, nämlich 65,35 Prozent, die Arbeit der schwarz-roten Führungsmannschaft unterstützt. Als Gewinner dürfen sich aber sowohl „Déi Gréng“ als auch die DP fühlen, erhielten sie doch beide einen zweiten Sitz.

Dass die bisherige CSV/LSAP-Koalition nun in die dritte Legislaturperiode nachein-ander gehen würde, daran ließen die beiden Spitzenpolitiker Jean-Paul Schaaf (CSV) und Claude Halsdorf (LSAP) gestern Abend keinen Zweifel. „Ich erwartete zwar Stimmenverluste für die CSV, aber dass ich persönlich so viele Stimmen verlor, enttäuscht mich doch sehr. Wenn man so viel wie ich für die Gemeinde arbeitet, dann kann man darüber nicht glücklich sein“, so Bürgermeister Jean-Paul Schaaf. Erleichtert ist er aber andererseits, dass sich der Stimmenverlust angesichts der zuletzt vielen Kritik an die Adresse des Schöffenrats noch in Grenzen hielt.

Nicht begeistert war natürlich auch Claude Halsdorf über den verlorenen Sitz. Dennoch gewinnt der LSAP-Spitzenkandidat der Wahl etwas Positives ab: „Mit großer Genugtuung stelle ich fest, dass es uns gelungen ist, gleich mehrere junge Kandidaten sehr gut zu platzieren.“

Froh, nicht mehr allein ihre Farben im Gemeinderat verteidigen zu müssen, ist Marthy Thull (Déi Gréng): „Mit Abbes Jacoby habe ich nun eine sehr kompetente Person an meiner Seite. Schade, dass wir den dritten Sitz knapp verpassten.“ „Wir hatten auf den zweiten Sitz hingearbeitet, und das ist uns dank einer ordentlichen Oppositionsarbeit auch gelungen“, so ein recht zufriedener Jhemp Gutenkauf (DP) gestern Abend. (NiM)