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Clodo: Lesung in der Ettelbrécker Bibliothéik

Zwei Klassen des Zyklus 4.2. und ihre Lehrer Dina Michels und Patrick Posing wohnten am 8. Mai einer Lesung zum Jugendbuch „Clodo“ in der Ettelbrécker Bibliothéik bei.

„Vieles ist erfunden, aber so manches ist wahr“, erklärte Autorin Christiane Grün gleich eingangs ihrer Präsentation. Dann las sie den Kindern vor, weshalb die zehnjährige Claude von jedermann „Clodo“ genannt wird, und was sie über Stadtstreicher zu wissen glaubt, bis sie den Obdachlosen Daniel und seinen Hund Tim trifft.

Mit Claudes Frage: „Darf ich deinen Hund streicheln?“, waren auch die jungen Zuhörer gleich mitten im Geschehen, da sie die Dialoge zwischen Claude und Daniel, sowie den späteren Protagonisten Angelie und Robert gleich vor- oder mitlasen. Sie erfuhren, weshalb Daniel auf der Straße lebt und begleiteten ihn und Claude in das Lokal Treffpunkt der Stëmm vun der Strooss.

Die Tatsache, dass es in Luxemburg Obdachlose gibt, empörte die Kinder. Gleichzeitig überlegten sie, wie sie diesen Menschen helfen könnten. Ein Junge erzählte, er habe einer Obdachlosen einen Euro geschenkt, ein Freund ebenfalls und ein zweiter Freund sogar fünf, „da er kein Kleingeld hatte“. Damit, so überlegte der Erzähler, könnte die Frau zehn Mal im Treffpunkt zu Mittag essen – zwei Euro bräuchte sie ja noch um mit dem Zug in die Stadt zu fahren.