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Besuch der Kulturministerin in der Synagoge in Ettelbrück

Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatte sich in Ettelbrück eine groβe jüdische Gemeinde gebildet, sodass die Notwendigkeit gegeben war eine Synagoge in dem Ort zu bauen. Fünf Jahre nach dem Ankauf eines Geländes im Ortsteil „Im Ecker“ (heute rue de Warken) wurde 1870 die Synagoge eingeweiht. Die ehemals blühende jüdische Gemeinschaft wurde im Zweiten Weltkrieg von den Nazis fast vollständig ausgelöscht. Zwar wurde die Synagoge nicht zerstört, doch im Dezember 1940 ist ihre Inneneinrichtung zertrümmert worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden bis 1962 wieder religiöse Feiern in dem jüdischen Gotteshaus abgehalten. Später hatte ein Möbelhändler sein Lager dort, dann folgte ein Teppichhändler mit seinem Verkauf. In den 1990ger Jahren war es ein Versammlungs- und Begegnungsort unter der Regie der Gemeindeverwaltung. 2017 wurden die Synagoge und das angrenzende Wohnhaus (ehemals die jüdische Schule) als „Monument national“ klassiert. Nach der Übernahme durch die Gemeindeverwaltung 2018 erfolgte ein Jahr später die Gründung der Al Synagog Ettelbréck a.s.b.l., die sich um die Begleitung der Renovierung und Instandsetzung der Gebäulichkeiten und um die Bewahrung des Andenkens an die jüdische Gemeinschaft kümmert. Zu ihren Aufgaben gehören auch die Ausarbeitung eines musealen, kulturellen und pädagogischen Konzepts. Inzwischen werden tiefgreifende Recherchen innerhalb und außerhalb des Gebäudes durchgeführt. Am letzten Freitag war Kulturministerin Sam Tanson vor Ort um sich ein Bild über den Fortgang der Arbeiten zu machen. Zugegen waren auch Vertreter des Sites et Monuments, des Ettelbrücker Schöffenrats, des zuständigen Architektenbüros, des Consistoire Israélite und der Al Synagog a.s.b.l. „Ich finde das Projekt äußerst wertvoll“, unterstrich die Ministerin denn auch ihren Besuch.