Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Dasburg am Grenzfluß Our.

Dasburg

Die Ortschaft Dasburg

Dasburg ist als Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm die westlichste Gemeinde in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an. Dasburg ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.

Geschichte

📷Dasburg um 1910

Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens „Daysberhc“ findet sich im Kommentar zum Prümer Urbar, den der PrümerExabt Caesarius von Milendonk 1222 fertigte.[5] Um 1222 besaß der Graf von Vianden (comes vienne) als Lehen von der Abtei Prüm die Burg Dasburg nebst weiterer Umgebung.[6] Die Burg und die Herrschaft Dasburg wurden von Burggrafen verwaltet. 1417 erbte Engelbert I., späterer Graf von Nassau-Dillenburg, die Grafschaft Vianden und erwarb dadurch auch den Titel eines Herrn von Dasburg, der sich bis zum heutigen König der Niederlande im Haus Nassau erhalten hat.

Der Flecken Dasburg entstand zu Füßen der Burg und hieß anfangs noch Daysberhc. 1252 war der Name Dasberg, 1399 hieß er Daisberg. 1625 gab es in Dasburg bereits 34 Häuser, die jährlich ein Rauchhuhn entrichten, 16 Tage im Schloss Wachdienst ausüben und einen Tag Heu machen mussten.

Wappen

„In Schwarz ein goldener Balken, belegt mit einer roten Muschel“

Das Wappen wurde durch Bürgermeister a. D. Decku aus St. Wendel entworfen. Der Ortsgemeinde Dasburg wurde am 14. September 1967 die Genehmigung zur Führung eines Gemeindewappens durch das Ministerium des Inneren von Rheinland-Pfalz erteilt.

Wappenbegründung: Im Jahre 1774 bestand ein Siegel der Schöffen der Herrschaft Dasburg: „Die Meier, Schöffen und Gerichtsleute von Dasburg führten in Schwarz einen goldenen Balken“, so Carles-René de Hozier. Der goldene Balken wurde mit einer roten Pilgermuschel, dem Attribut des Orts- und Pfarrpatrons von Dasburg, St. Jakobus dem Älteren, belegt.

Burgruine

Von der mittelalterlichen Burganlage, der Dasburg, sind noch erhalten geblieben: die Fundamente der inneren Wehrmauer, Teile der äußeren Wehrmauer mit zwei Halbtürmen, Reste des Eingangstores und die Nordseite des 20 Meter hohen Wehrturmes, des Zentrums der wahrscheinlich staufischen Kernburg. Der Grundriss der Burg weist auf den Typus Höhenburg hin. Sehenswert ist ein Gang entlang der Umfassungsmauer, die an ihrer nördlichen Schmalseite ursprünglich eine Brücke hatte und von einem Torzugang und einigen Halbtürmen unterbrochen war.

Das Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz kümmert sich heute um den Burgbering. Die Gemeinde Dasburg gehört der nach dem berühmten Kreuzritter benannten Vereinigung Route Gottfried von Bouillon an, die historische Bauwerke in der Grenzregion der vier Länder Belgien, Frankreich, Luxemburg und Rheinland-Pfalz der Öffentlichkeit bekannt machen möchte.