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Aufenthalt in der Natur wichtig für gesunde Entwicklung der Kinder

Die Natur spielerisch entdecken: Dies ist das Motto der „Bëschcrèche Beim Mill“ in Erpeldingen bei Wiltz. Bis zu zwölf Kinder können gleichzeitig die Kindertagesstätte besuchen und die Umgebung rund um die „Bëschcrèche“ erforschen.

Das Grundstück für die Kindertagesstätte wurde, laut Aussagen von François Rossler, Bürgermeister der Gemeinde Eschweiler, bereits 2002 gekauft. 2005 wurden die ersten Pläne für die Tagesstätte „Beim Mill“ zusammen mit der Stiftung „elisabeth“ geschmiedet. 2012 besuchten dann die ersten Kinder die neue Tagesstätte.

Die neuartige Auffangstruktur ist für Kinder im Alter von zwölf Monaten bis vier Jahre bestimmt und sieht Platz für die gleichzeitige Betreuung von 18 Kindern vor. Die Kinder verbringen den ganzen Tag im Freien, dabei wird ihre Motorik und Kreativität gefördert. Verschiedene Tiere begleiten die Kinder in ihrem Alltag: So lernen sie den Umgang mit Ponys, Schafen, Eseln und Kaninchen.

Der wesentliche Unterschied zwischen der „Bëschcrèche“ und normalen Kindertagesstätten besteht im ständigen Kontakt mit der Natur und den Tieren. So sind die Kinder, ganz nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“, immer im Freien. Laut den Verantwortlichen der Kindertagesstätte werde man so dem Bewegungsdrang der Kinder viel gerechter.

Momentan besuchen rund 40 Kinder die „Bëschcrèche Beim Mill“. 18 davon sind permanent in der neuen Kindertagesstätte eingeschrieben, 22 besuchen die Tagesstätte zeitweise, ansonsten sind sie in der Tagesstätte „Eis Wibbelmais“.

Auch im Winter verbringen die Kinder den Tag in der freien Natur, nur bei extremen Wetterbedingungen, wie sehr starkem Regen oder Gewitter, ziehen sich die Gruppen in das Chalet der „Bëschcrèche“ zurück. Die Sicherheit geht auch in der „Bëschcrèche“ vor: Vor jedem Ausflug in die Natur werden die Verhaltensregeln genau festgelegt. Die Kinder müssen, um zum Beispiel bei nassem Wetter nicht auszurutschen, ständig festes Schuhwerk tragen. Bei Verdacht auf einen Zeckenbiss, wird das Kind sicherheitshalber zum Arzt gebracht.

Die Eltern der Kinder müssen ihre Schützlinge immer mit der passenden Kleidung ausstatten: So ist das Tragen einer Kopfbedeckung im Winter oder bei starkem Sonnenschein Pflicht. Mit dem „Zwiebellook“, bei dem mehrere Lagen Kleider übereinander getragen werden, schützen sich die kleinen Entdecker vor der Kälte. Bei sehr kalten Temperaturen müssen die Kinder auch eine Skihose tragen. Eine wasserabweisende Jacke sollten die Kinder bei den hiesigen Wetterbedingungen auch immer mitbringen.

Der Aufenthalt in der Natur ist wichtig für die gesunde körperliche und geistige Entwicklung eines Kindes. Der ständige Kontakt mit der Natur lehrt die Kinder den verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Umwelt. Das Spielen im Freien trägt zur Entwicklung der Kreativität und Motorik der Kinder bei. Derzeit kümmern sich vier Erzieher um das Wohlergehen der Jungen und Mädchen.

VON MIKA WAGNER