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„Tatort“ ausnahmsweise am Samstagabend

Mit echtem Polizeiabsperrband war der Tatort im Eingangsbereich der Erpeldinger Sporthalle am Samstagabend gekennzeichnet. In der Mitte waren die Umrisse eines Menschen getapt, daneben ein großer „Blutfleck“. Etwas gruselig, aber die richtige Atmosphäre für die „Swinging Crimes“ der Erpeldinger Concordia, die in diesem Jahr ihr 130-jähriges Bestehen feiert.

Und so eröffnete das Galakonzert denn auch themengerecht mit der Titelmelodie des „Tatort“ und läutete so zu einem spannenden und unterhaltsamen Abend ein, bei dem die Besucher Zeugen der Vielfalt krimineller Akkorde und musikalischer Morde wurden. Unter der Leitung von Dirigent Jean-Pol Meis, der auch durch das Programm leitete, präsentierte die Musikgesellschaft einen Streifzug durch die Musikgeschichte der Fernsehkommissare, Filmthriller und Comic-Kriminalität.

Dabei fehlten weder Charlie Townsends bezaubernde Engel, noch die unmöglichen Missionen von Tom Cruise oder die Legende von „Bad Bad Leroy Brown“. Aber auch der beliebte und unvergessene Derrick, der während 281 Episoden ermittelte, kam sehr zur Freude der „Zeugen“ zu Ehren, ebenso wie die bekannte, das Wiener Lokalkolorit vermittelnde Zithermelodie von Anton Karas, die an die spannende Verfolgungsjagd durch die Wiener Kanalisation in der „Dritte Mann“ erinnerte. Insgesamt ein Abend voller Dramatik, eine musikalische Krimilesung mit spannungsgeladenen Noten, „Swinging Crimes“ bis zum Schlafengehen. Denn, ohne Krimi geht die Mimi eben nicht ins Bett. (ast)