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Aufwendige Entsorgung der Tanks der ehemaligen Teeranlage am Dreieck

Bis vor rund 8 Jahren stand noch neben dem Bahnübergang der Strecke Ettelbrück-Diekirch etwas unterhalb der Garage Leweck eine ausgediente Teeraufbereitunganlage der Ponts & Chaussées. Hier wurde heißer flüssiger Teer zubereitet, der im Straßenbau Verwendung fand. Der stundenlang vorher aufgeheizte Teer wurde in einen Lastwagen gefüllt, der dann an reaparaturbedürftigen Straßenabschnitten von einem Arbeiter mit Lederschürze, dicken Handschuhen und festen hohen Schuhen meistens im Frühling mit einer langstieligen Lanze auf die Fahrbahn gespritzt wurde. Anschließend wurde feiner Splitt drüber gestreut, der am Teer festkbebte. Nach Abkühlung hatte sich ein rauher Belag gebildet, der starken Gummiabrieb der Autoreifen bewirkte. Da nicht alle Splittpartikel festklebten, durfte die behandelte Strecke einige Wochen nur mit geringer Geschwindigkeit befahren werden. Ein Schild wie die heute im Code de la Route aufgeführte Nummer A,9 wies auf den Rollsplitt hin. "Attention, grenaille!", hieß es.Trotzdem wurden die Steinchen von den Reifen hochgewirbelt und erzeugten gehöriges Geräusch in den Radkästen. Nicht selten prallten sie gegen die Frontscheiben der entgegenkommenden Fahrzeuge.. Nach einigen Wochen sammelte eine Kehrmaschine die losen Steinchen auf, die Fahrbahnmarkierungen wurden erneuert und die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben. An besonders heißen Tagen kam der schwarze Teer wieder zur Oberfläche und verunzierte zum Ärger der Autobesitzer die unteren Seitenflächen mit langen schwarzen Spuren. Dieser Tatbestand galt im Volksmund als eine luxemburgische Spezialität (wie der Kachkéis). Die schwarzen Streifen mussten mit einem speziellen Produkt mühsam entfernt werden..

Die Teeranlage wurde per Tankwagen auf einem Nebengleis der CFL-Strecke mit Rohmasse versorgt, welche in unterirdischen Tanks gelagert wurde. Diese Tanks sollen jetzt fachgerecht entsorgt werden. Der Untergrund der alten abgerissenen Anlage wird auch entsorgt werden müssen. Große blaue Container mit dicken Rohren, ein starker Stromgenerator und eine ausfahrbare Scheinwerferanlage warten auf ihren Einsatz. Diese zukünftige Baustelle ist mit hohen Gittern und einem abschließbaren Tor vor unbefugtem Zutritt gesichert. Bei der vorherschenden Hitze eine wahrlich schweißtreibende Angelegenheit.Zum Glück ruht momentan an den Baustellendie für einige Wochen die Arbeit.