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mywort in Aktion: Schlittenhunde in Eppeldorf gesichtet! (VIDEO)

(hip) - Mit dem Wort „Schlittenhund“ verbindet man eigentlich gleich klirrende Kälte, Schnee, Gegenden rund um den Polarkreis oder die Weiten Alaskas, aber nicht die kleine Ortschaft Eppeldorf Nord-Osten des Landes.

Doch genau hier wohnt Franck Chabriac, der „Musher“, der seine Leidenschaft „Schlittenhund“ lebt. Die mywort-Redaktion hat ihn besucht und sich diesen Sport erklären lassen.

„Oft werden meine Hunde Huskys genannt. Es sind aber keine. Der Husky stammt aus Sibirien. Meine Hunde sind „Alaskan Malamutes“, betont der Hundezüchter. Wie der Name es schon sagt, stammen diese Hunde aus Alaska. Im Gegensatz zu der Rasse der Husky, wirken sie durch ihr dickeres Fell, kräftiger und wuchtiger als die sibirischen Schlittenhunde.

Beim Start sind 25 bis 30 Stundenkilometer drin“,erzählt Franck. Franck ist der Boss, besser gesagt, der Rudelfüher. „Die Hunde sind nie hundertprozentig unter Kontrolle. Sie laufen gerne, weil es einfach in ihrer Natur liegt. Wohin es geht, gilt es zu kontrollieren.“ erklärt Franck. Bereits im zarten Welpenalter bringt er ihnen die Befehle wie „links“, „rechts“, „stop“ und „vorwärts“ nach und nach bei. Kohärenz ist das Wichtigste in der Hierarchie innerhalb des Rudels. Trainiert wird im Herbst und im Winter mit einem Schlitten auf Rädern. Im Sommer, logisch, ist es den Hunden zu heiß.

Zur Zeit wird für das Projekt „Ojectif Polarkreis 2012 nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf Gewicht trainiert. Franck Chabriac der hauptberuflich Erzieher beim CIJ – Centre Information Jeunes“ ist, hat zusammen mit seiner Frau Andrée und Diplompädagogin Sandra Britz, den Verein „Trace “ gegründet. Der Verein bietet pädagogische Aktivitäten an, bei denen die Tiere mit einbegezogen werden und im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Bei diesem Projekt geht es zusammen mit Jugendlichen und Erziehern von Jugendhäusern in den hohen Norden um den Jugendlichen, die im „Service volontaire et orientation“ sind, um dort ein unvergessliches Erlebnis in der Wildnis zusammen mit den Schlittenhunden zu bieten. Hier werden die Teenager unter anderem den Umgang mit den Tieren lernen und dies unter schwierigen und eisigen Zuständen.

Auch die Redaktion von mywort.lu durfte sich als Greenhorn am Hundegespann versuchen. Nach kurzer Einweisung stieg mywort-Redakteur Paul Hinger auf das "Dreirad", die Bremsen fest im Griff und bereit zum ersten mal im Leben mit einem Hundegespann über die Feltwege von Eppeldorf zu brettern. Nicht sicher ob die Malmutes auch seine Befehle annehmen würden, löste er zögerlich die Bremsen und ab ging die Post. Ganz schön beeindruckend, die Power von Jim, Chipie und Co.