Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Roter Fingerhut, Heilpflanze aber Achtung: Hochgiftig!

Der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea) aus der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) ist eine unserer auffallendsten Wildpflanzen. Man kann ihn in nahezu ganz Europa antreffen, dazu in Gebieten Nordafrikas (Marokko) und eingeschleppt in Teilen Südamerikas. Er besiedelt dort Waldränder und andere lichte Stellen in Gehölznähe wie Waldwege und Kahlschläge bis in etwa 1.000 Meter Höhe. Der botanische Gattungsname "Digitalis" geht auf das lateinische Wort für Finger ("digitus") zurück und beschreibt die Blütenform, der Artname "purpurea" die (natürliche) Blütenfarbe. Alle Arten vom Fingerhut sind hochgiftig – schon der Verzehr von zwei bis drei Blättern kann tödlich sein – und gleichzeitig wichtige Heilpflanzen, insbesondere bei Herzproblemen. Als Zierpflanze verwendet man den Roten Fingerhut, der auch unter den Namen Fingerkraut, Fuchskraut, Waldglöckchen oder Waldschelle bekannt ist, schon seit dem 16. Jahrhundert.